Der Weg ist das Ziel – Sizilien Part 1

Sizilien mit dem Camper

Last Christmas…

Ja, weisse Weihnacht, eine schöne Bescherung mit den Griswolds und Rotkohlflecken auf der Tischdecke…alle Jahr wieder. Oder eben nicht. Denn zu Weihnachten hat es das letzte Mal geschneit, als ich noch sehr klein war, so dass die Schneemenge verhältnismässig gross wirkte. Chevy Chase wird heutzutage on demand geschaut und Rotkohl? Manches wird erst gut, wenn man es gut sein lässt.

Ohne saisonale Dekoration wüsste man kaum, dass Dezember ist

Wir fahren nach Sizilien

Daher ist der Plan für Weihnachten die Flucht nach vorne, besser gesagt Richtung Süden nach Sizilien! Statt nassem Grau bis süssen Lebkuchen und Last-Christmas in Dauerschleife, lieber warme Sonnenstrahlen, vorzügliches Essen und La Dolce Vita.

Die grösste Insel des Mittelmeers liegt jedoch nicht unbedingt um die Ecke und entsprechend ist der Weg aus den Alpen lang. Bei den rund 1800 km kann man den Weg alleine also schon mal zu seinem Ziel machen und unterwegs Abstecher einplanen. Zum Glück ist man mit dem Camper maximal flexibel und fährt nur so lange wie man Lust und Laune hat. Wer nur eine Woche Zeit hat, überlegt sich bei der Strecke vielleicht doch ein etwas näher gelegenes Ziel – denn es ist schon gutes Sitzfleisch erforderlich. Wir hatten fast drei Wochen Zeit und daher die Ruhe weg. Insgesamt waren wir jedoch nur etwas über zwei Wochen unterwegs und sind wegen eines fiesen Wetterumschwungs wieder heimgesteuert. Und das hat für unsereins vom Aufwand-Nutzen-Verhältnis tiptop gepasst.

Reisen geht durch den Magen

Unsere Reise beginnt am frühen Nachmittag, ca. eine Woche vor Weihnachten. Die Strassen sind somit noch einigermassen leer und wir können es einfach nicht lassen…einen 200 km Umweg zu unserer Lieblingspizzeria in Bassano del Grappa auf uns zu nehmen. Irgendwann haben wir mal unser Herz an diesen wundersamen Ort in Venetien verloren und naja, müssen eben hin und wieder «heimkehren». Für Camper bieten sich eine Vielzahl an Möglichkeiten auf kleinen Campingplätzen zu übernachten oder auch bei diversen Stellplätzen bei Restaurants und Wirtschaften über Nacht zu stehen.

Pizza, Pizza, Pizza!!!

Bassano del Grappa

Bassano del Grappa liegt am Taleingang des verkannten Val Sugana am südlichen Alpenrand und ist gezeichnet durch die Brenta, der einige schönen Brücken in der Altstadt zu verdanken sind. Neben dem typischen Flair, den kleine italienische Städtchen ausstrahlen, ist Bassano gefüllt mit Leben. Als Universitätsstaat leben am Abend die zahlreichen Restaurants, Caffès und Bars regelrecht auf, es wird gesellig und vor dem Essen wird erstmal ausgiebig das Aperitif zelebriert. Ist der Bauch dann mit feinen Speisen gefüllt, flaniert wer etwas auf sich hält zur alterwürdigen Holzbrücke Ponte degli Alpini. Hier häufen sich die Bars, die lokale Spirituosen ausschenken und der Sonnenübergang über der leise vor sich hin rauschenden Brenta ist phänomenal.

Ein guter Ort für einen schmackhaften Zwischenstopp

Nicht nur für Feinschmecker ein Geheimtipp

Wie der Name schon sagt, finden sich in Bassano und der Region viele Grappa-Destillerien, die zu einem Besuch einladen. Neben dem Tresterbrand jedoch werden auch diverse Liköre hergestellt, die den gängigen Aperitivi mehr als Konkurrenz machen! Da gilt die einfache Regel: Probieren geht über Studieren. Also Prost Mahlzeit und Cincin!

Der Name Bassano del Grappa bietet jedoch nicht nur jahrtausendealte kulturelle Güter und einen Leberschaden, sondern auch viele wunderbare Beschäftigungsmöglichkeiten für Frischluftfanatiker.

Let´s roll!

Von der Grappa-Destillerien zum Monte Grappa

Monte Grappa – war zwar im ersten Weltkrieg der Schauplatz schwerer Kämpfe und beherbergt ein monumentales Ossarium, das in den 30er durch Faschisten errichtet worden ist. Trotz der blutigen Vergangenheit ist dieser historische Ort nicht nur durch die über 1600 Meter Höhendifferenz zum Tal einen Besuch wert. Die Aussicht in die Po-Ebene ist schön soweit das Auge reicht – wenn es mal nicht wieder zu diesig wird. Für den Camper ist die Strasse übrigens auch geeignet, solange man den zahlreichen Rennradfahrern brav die Vorfahrt gewährt.

Mountainbiker kommen hier ebenfalls nicht zu kurz, doch vor allem ist der Himmel übersäht mit Gleitschirmfliegern, die die idealen Flugbedingungen in vollen Zügen nutzen. Entlang des Grappastocks finden sich jedoch auch einige interessante Klettersteige sowie Sportkletterwände, die für aktiven Zeitvertreib sorgen.

Byebye Po-Ebene, Sizilien wir kommen!

Mit dem Camper durch die Conca di Rieti

Für uns jedoch geht es nach Pizza und einigen Spritzern weiter gen Süden. Next Stop: Rieti. Die einen werden sich fragen, was zum Kuckuck Rieti ist und die anderen sind vermutlich Segelflugbegeisterte oder mal wieder Paragleiter. Für die ersteren jedoch sei gesagt, dass man nicht unbedingt etwas verpasst hat, wenn man das latinische Rieti nicht gesehen hat. Wir selbst waren auch nur indirekt in Rieti, sondern haben es vorgezogen mit dem Camper durch die Conca di Rieti zu gurken. Einem Hochtal, das zwischen den Reatiner und Sabiner Berge abgeschlossen wird und mit etwas Suchen wunderbare Wanderwege preisgibt.

Dolce Vita von Venedig bis Palermo

Lieber im Winter unterwegs

Wir starten in Poggio Bustone, wo uns die Dorfgemeinschaft, deren Durchschnittsalter bestimmt die 70 überstieg, wie Ausserirdische begutachten und folgen unseren Füssen soweit sie einen Weg finden. Der jedoch verschwindet irgendwann, da die Rinder vermutlich auf die Forststrasse ausgewichen sind, die wir passieren. Bei dem lichten Wald alles kein Problem und beim leicht frostigen Bedingungen stehen wir am flachen Gipfelplateaus des Berges ohne Namen. Die Aussicht ins Tal verschlägt mir zumindest ein wenig den Atem. Die kalte Bodeninversion will den Nebel auch am späten Vormittag noch nicht gehen lassen und die Zirren verschleiern die eh schon schwachen Sonnenstrahlen. Der Blick hat etwas Mystisches und findet einen besonderen Platz in meinem Hippocampus.

Ein Zwischenstopp mit Gleitschirm-Action

Monti e Mare

Gefühlt ist die halbe Strecke nun hinter uns, aber das ist alles kein Grund zur Eile. Wie gesagt, der Weg eines Campers ist das Ziel. Eine kurze Überlegung ist es über Landstrassen weiter zu bummeln, aber da ab Rom die Autobahn eigentlich mautfrei sind…behalten wir uns das für andere Camperferien vor. Stattdessen geht es über Neapel mit einem Abstecher zum Vesuvio und die Costiera Amalfitana weiter Richtung Kalabrien.

Wir kommen auf den Geschmack von Vulkanen

Ein Hoch auf die Standheizung!

Und jeder Camper, oder zumindest die ohne eigene Hygienekammer, kennen das Problem on the road: Duschen! Wir zumindest haben eine Aussendusche, doch auch in Süditalien wird es im Dezember nachts recht kühl und das frischgetankte Brunnenwasser ist nicht wärmer. Umso schöner ist es doch, wenn man unterwegs bei einer olfaktorisch anregenden Therme halt macht!

So wacht man doch gerne auf 🙂

Nase zu und durch

Lamezia Terme ist in Italien eher für die hohe Akkumulation von ‘Ndrangheta bekannt, jedoch ist das Marketing der Region und vor allem der Terme di Caronte langsam auf dem grünen Zweig. Neben richtigen Thermalbädern mit Rutsche und Co haben sich die Einheimischen die natürlichen Schwefelquellen zu Eigen gemacht und ein öffentliches Bad gebaut. Wir kommen nachts an und stellen freudig fest, dass wir nicht nur direkt bei den Quellen mit dem Camper stehen können, sondern dass die Badi nachts auch noch beleuchtet ist.

Schlau ist der Fuchs

Next Stop Sizilien

Die Wassertemperatur – ein Traum! So plantschen wir weit mehr als die Nase erlaubt und geniessen die nun laue Nacht. Die Frage am Ende des Badespasses jedoch ist, wie wir den Geruch von faulen Eier nun nicht mit in Bett nehmen. Aber schlau wie ein Fuchs, haben wir natürlich vorgesorgt. Unsere flexiblen Wasserkanister à 5 L haben wir mit eiskaltem Brunnenwasser gefüllt…und einfach mit ihnen zusammen gebadet! Über die Stunde war das Wasser dann genauso mollig warm, wie das Thermalwasser. Am «Duschplatz» wurde sauber geschrubbt, aber statt sich die volle Kältedröhnung zu geben, können wir ohne mit der Wimper zu zucken duschen.

Tropea belohnt mit karibischen Eindrücken

Neben Thermalquellen lädt Kalabrien auch noch zu vielen anderen Abenteuern ein, doch wir machen nur noch einen kurzen Abstecher nach Tropea, um dann die Fähre nach Messina anzusteuern. Sizilien wir kommen!

Reggio Calabria to Messina

Mit dem Camper nach Kroatien

Im Frühjahr ist die Sehnsucht nach Wärme, Sonne und Vitamin D nach der dunklen Jahreszeit immer besonders gross. Vor allem ist ab Mitte Mai bis Mitte Juni die Feiertagsdichte besonders ferienfreundlich. Mit genug Überstunden im Gepäck steigen wir also in unseren Camper und verlassen die Tristesse von kaltnassem Frühlingswetter. Meeresbrise und Klettereldorado Paklenica im sonnigen Kroatien – wir kommen!

Pre-Corona

Unsere Aus.Zweit ist der Vollständigkeit halber gesagt schon eine Weile her. In der jüngsten globalen Reisebeschränkungssituation ist die Freizügigkeit mitunter eingeschränkt und muss bei einer Reiseplanung in Betracht gezogen werden. Da sich die unterschiedlichen Massnahmen dynamisch ändern und jeweils auch von Durchreiseland variieren, werde an der Stelle keine weiteren Infos dargestellt, da nicht für die Richtigkeit und Aktualität garantiert werden könnte.

Roadtrippin’

Roadtrip durch Südost-Europa

Auf unserem 5-wöchigen Trip erkundigen wir in den ersten Wochen Italien, Österreich und das unbekannte Slowenien. Das Frühjahr ist jedoch geprägt von einer windarmen Wetterlage mit hohen Temperaturen, was täglich in teils massiven Überentwicklungen resultiert. Das bedeutet, dass sich bereits mit den ersten Sonnenstrahlen der Morgensonne starke Thermik entwickelt, die die Cumuli wie Pilze in die Höhe schiessen lässt. Bis Mittag werden diese grossen bauschigen Wolken immer dicker, schwerer und dunkler. Bis sich meistens unvorhersehbar ein Kaltflussausfluss in einem stürmischen Wind manifestiert und die Wolken kurze Zeit später Wolkenbruch erleiden. Dieses Wetter macht als Gleitschirmflieger nicht wirklich Spass. Auf den Mountainbikes im Gewitter auf einem ausgesetzten Singletrail unterwegs zu sein, ist auch nur bedingt empfehlenswert. Die Lösung zu dem Problem: der Sonne hinterher! Und diese ist in Kroatien.

Sonnenuntergänge soweit das Auge reicht

Campen in Kroatien

Kroatien ist bei Badeurlaubern sehr beliebt und von Campern wimmelt es auch jede Menge. Nicht verwunderlich, denn alleine die Fahrt entlang der Küstenstrasse mit einer weitreichenden Fjordlandschaft und einem Blick bis an den Horizont, sind eine Reise wert. Der Reiz ist gross an einer der vielen Buchten stehen zu bleiben und dort sein Nachtlager aufzuschlagen. Doch Obacht – das ist in Kroatien keine so gute Idee. Leider ist auch in Kroatien, wie in vielen anderen europäischen Ländern, das «Wildcampen» oder «Freistehen» verboten. Die Kulanz ist vor allem an der kroatischen Küste und den Touristengebieten tendenziell gering. Je weiter man sich von den Hotspots wegbewegt, desto höher ist die Chance, dass der Beamte mal ein Auge zudrückt. Grundsätzlich ist das Campen auf Privatgrundstücken auch verboten. Alles in allem empfiehlt es sich daher einen Camping- oder Stellplatz aufzusuchen. So rollen wir zu unserem Reiseziel Starigrad-Paklenica und finden einen versteckten Autostop, wo wir pro Nacht rund 12 Euro bezahlen müssen. Bei der warmen Dusche und Blick aufs Meer ist das mehr als fair!

Nicht der besagte Autostop, sondern ein noch nicht offiziell geöffneter Campingplatz auf Pag.

Gute Nachbarn

Unsere Nachbarn sind allesamt deutsche sowie Schweizer Wiederholtäter, welche seit Jahren aus der Kälte des Frühjahrs zu diesem Stellplatz in Kroatien fliehen. Wir werden fast familiär empfangen und werden direkt in die Gepflogenheit des Platzes eingewiesen. Unser Fahrzeug ist auch unter stetiger Aufsicht, vor allem, wenn wir unterwegs sind, da der Tagesablauf unserer betagten Freunde einer strengen Routine folgt. 1. Aufstehen und ab in die Dusche 2. Ausgiebiges Frühstück mit weich gekochten Eiern 3. Heimatradio hören 4. Sonnenliegen herausstellen 5. In die Sonne legen 6. Bierchen 7. Mittag 8. Sonnenliege 9. Sprung ins Meer 10. Sonnenliege 11. Bierchen 12. Grill 13. Noch mehr Bier…Meine Vermutung ist, dass sich so manch einer am Tage teilweise nicht weiter als 50 Meter von seinem Camper wegbewegt.

Klettern in Paklenica

Wir hingegen wollen nicht mit dem Sonnenliegen, die wir nicht haben, verschmelzen, sondern es drängt uns in den Nationalpark Paklenica, der sich im Velebit-Gebirgsmassiv nordöstlich von Zadar an der kroatischen Adria befindet. Aus dem Kroatischen übersetzt sich «Pakle» zu Hölle. Paklenica könnte dabei eine Art Verniedlichung zur «kleinen Hölle» sein. Dies kommt nicht von nirgendwo, denn die Paklenica-Schlucht ist umgeben von rauen und mehrere Hundertmeter hohen steilen Karstfelsen, die mit Höhlen durchzogen sind und womöglich ein Tor zur Hölle sein könnten. Was für den einen ein Schrecken ist, ist für den anderen ein Segen. Denn in dieser Schlucht ist ein wunderschönes und vor allem riesiges Klettergebiet mit über 400 Routen in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden entstanden. Wir haben zum Glück unser Equipment dabei und lösen entsprechend für drei Tage unsere Parkeintritte und mischen uns unter die zahlreichen Familien, Wanderer und Kletter-Cracks.

Climber’s Paradise

Trailrun durch den Nationalpark

Der Park bietet jedoch nicht nur das teilweise überfüllte Klettergebiet, sondern auch über 150 km markierte Wanderwege. Daher entscheiden wir uns zu Fuss bzw. im Laufschritt einen Trailrun zu machen und sind gespannt, ob wir auf unserer Erkundungstour vielleicht sogar auf Braunbären, Luchse oder Wölfe treffen werden! Ich nehme es vorweg, wir hatten Glück oder Unglück, aber bis auf einen furchteinflössende Kreuzotter und einem Adler, der weit über uns kreiste, zeigte sich keine Fauna. Erstaunlicherweise war abseits des Parkeingangs auch sehr wenig bis gar nichts los und wir hatten die Wege für uns alleine. Im Abseits vom grossen Tourismus zeigte Kroatien uns ein bis dahin unbekanntes Gesicht. Ein dichter Mischwald, der für die Region ungewöhnlich hoch gewachsen ist und hier uns da unbekannte Blumen versteckte. Im Velebit gibt es auch einige Berghütten, die bei längeren Touren Logis bieten. Auf Wasserquellen trifft man auch immer wieder, so dass man bei der Affenhitze nicht kübelweise Wasser mitschleppen muss, sondern der Leichtigkeit des Seins frönen kann.

Run to the hills 🙂

Biken durch das Velebit

Nach drei Tage im Park tuen uns die Finger und/oder Füsse weh und wir entscheiden uns mehr vom Velebit mit unseren Bikes zu erkunden. Hier ist kein Parkeintritt notwendig und wir folgen einer asphaltierten Strasse Richtung Veliko Rujno bergauf. Je höher wir kommen, desto angenehmer wird die Temperatur dank Meeresbrise. Die Naturlandschaft um uns herum wird auch zunehmend grüner und verliert seine Schroffheit an eine belebtere Flora. Die Aussicht über Velebit ist phantastisch und auch die Insel Pag zeigt aus der Höhe ein neues Gesicht von Kroatien. Als wir das Rujno erreichen wird der Himmel über uns jedoch immer dunkler und wir ahnen nichts Gutes. Daher machen wir kurzer Hand kehrt und rollen zurück in die Wärme, wo die Badegäste unbesonnen weiter sonnen.

Ein Päusschen muss man sich beim Biken doch noch gönnen…

Die Heimreise treten wir nicht auf direktem Wege an, sondern gönnen uns einen Umweg über die Insel Pag, um doch noch einen Tag am Strand in der Nähe von Lun zu faulenzen. Mit der Fähre geht dann wieder zurück ans Festland und uns bleibt nur übrig zurück zu blicken. Dabei schwärmen wir schon von einer nächsten Reisen bei der wir noch weiter fahren werden, um den wilden Balkan zu erkunden.

Good-bye Croatia!

Die Amalfiküste

Kurvige Strasse, strahlend blaues Meer und süsse Zitronen

Auf dem Weg nach Sizilien konnten wir uns ein ganz besonderes italienisches Schmankerl nicht entgehen lassen. So stand nach einem spektakulären Hike & Fly vom Vesuvio bei Neapel die Costiera Almafitana auf dem Programm.

Asche über unser Haupt, aber wie immer ist die Zeit knapp und wir sparen uns die Reise über Sorrent und wählen lieber den Gebirgspass von Gragnano nach Agerola und kurven durch Monti Lattari. Auch wenn der VW T6 nun wirklich noch kein grosser Camper ist, kam ich in manchen Kurven bei Gegenverkehr schon ins Schwitzen. Aber das war nur der Anfang, denn die Amalfitana ist nochmal ein ganz anderes Kaliber.

On the Road again!

*Es war Wein im Spiel.

Je nach Reisezeit ist die Auswahl an Campingplätzen für Camper an diesem malerischen Küstenabschnitt der Sorrentinischen Halbinsel bescheiden. Über die Weihnachtszeit hingegen geht sie so gut wie gegen Null, so dass wir uns einen schönen abgeschiedenen Parkplatz oberhalb von Praiano gesucht haben. Von dort aus ging es zu Fuss Richtung Pianillo, wo wir nach Essbarem suchten. Auch das ist übrigens in der weniger touristischen Saison eine Angelegenheit für sich. Auch wenn es natürlich angenehm ist sich nicht durch Menschenmassen zu drängen, so fehlt beim Anblick der leeren Stände und dunklen Einkäufsläden doch etwas die Stimmung. Da hilft dann nur abends im Bus etwas Adriano Celentano auflegen und „Susanna“ in die Dunkelheit zu singen.*

Das nenne ich mal ein Zimmer mit Aussicht!

Spaghetti Aglio e Olio al Limone

So schlenderten wir durch die Dunkelheit und neben einem höchst exklusiven Restaurant mit zu viel Besteck auf dem Tisch, fanden wir eine kleine eher unauffällige Pizzeria. Ich konnte ehrlich gesagt keine Pizza mehr sehen, vorerst, und grübelte unzufrieden die Karte. Und da fand ich das Gericht, das ich nie in meinem Leben vergessen werde. Eine einfache und doch so feine Speise, die wir seitdem gut und gerne auch einmal die Woche verköstigen: Spaghetti Aglio e Olio al Limone.

Auch wenn die Amalfiküste vor allem auf Tourismus ausgerichtet ist, so gibt es im Golf von Salerno doch noch ein anderes Wirtschaftsgut: der Zitronenanbau. Und bei Mutter Erde, solche wundervollen Zitronen findet man in keinem Geschäft. Bei uns landen im Vergleich dazu nur die mickrigen Reste. Grosse, saftige Zitronen, die man schon aus der Ferne riechen kann. Und dabei fast so süss, wie Orangen, und ohne eine Spur Bitterkeit. Mühsam im kleinflächigem Terrassenbau angebaut, werden die Zitronen vor allem zu Limoncello verarbeitet. Oder zur Verfeinerung von allen möglichen Gerichten, wie den Spaghetti Aglio e Olio al Limone verwendet.

Richtige Menge Knoblauch: 1 Knolle pro Kopf

Amalfi ist mehr als nur Strandtourismus

Ich, noch total unwissend von meinem Glück, bekomme meine Spaghetti und das Geschmackserlebnis ist gigantisch. Auch wenn widerwillig, gebe ich Alex einen Bissen zum Kosten ab und muss danach meinen Teller regelrecht verteidigen. Begleitet wird die feine Speise von einem vorzüglichen Weisswein, den die Familie des Restaurantbesitzer selbst in den steilen Hängen der Küste anbaut. Uns schmeckt es so gut, dass wir noch eine Flasche mitnehmen und um den „Griechischen Wein“-Effekt zu vermeiden, natürlich auch noch im geografischen Gebiet der Amalfiküste verkosten.

Schönheit soweit die Augen sehen

Il mare e Monti Lattari

Die Amalfiküste bietet nicht nur für Strandurlauber kleine versteckte Buchten, abenteuerliche Grotten oder Strandkörbe zur Tagesmiete. Sondern auch für Trailrun-Enthusiasten oder Wanderer gibt es im Parco Regionale dei Monti Lattari und um die Riserva Naturale Valle delle Ferriere viele spannende Touren zu entdecken. Wir entscheiden uns für einen gemütlichen Lauf entlang des Sentiero degli Dei, einem Mikroabenteuer Kampanien’s.

Es ist auch Ende Dezember noch angenehm warm

Sentiero degli Dei

Wir starten direkt von unserem Parkplatz bei Bomerano zum legendären „Pfad der Götter“ und freuen uns über trittfestes Schuhwerk. Der Weg beginnt zuerst in recht dichter Vegetation mit schönen Blicken Richtung Osten und auf das Meer. Es geht rauf und runter. Unter riesigen Felsüberhängen entlang und manchmal wird mir beim Blick nach unten schon etwas schwindelig! An Höhenmetern wird auf dem Sentiero degli Die auch nicht gespart, doch wird jede Mühe mit immer wieder neuen atemberaubenden Blicken aufs Meer und die Amalfiküste belohnt. Dieses Panorama zusammen mit den gigantischen Tiefblicken auf die Küste ist wirklich einzigartig. Hier sollte man unbedingt eine Rast einlegen, um diese Aussicht auf sich wirken zu lassen.

Da muss man immer wieder stehen bleiben

Positano, die Stadt in den Klippen

Wir erreichen Positano, während die Sonne schon untergehen möchte. Positano ist ein beliebter und aussergewöhnlich schöner Ort, der in die Klippen gebaut wurde. Mit steilen, engen, aber vor allem farbenfrohen Gassen kann man vom höchsten Punkt zu einem traumhaften Kieselstrand gelangen. Im Winter ist dieser natürlich verlassen und lädt zum in die Ferne schauen ein. Doch wir müssen noch zurück bevor es duster wird und laufen zurück vorbei an miauzenden Büsis, die nun zur Katzenstunde durch die Gassen schleichen wie Falschgeld.

Glow in the Night

Amalfi, ein Must-See

Am nächsten Tag setzen wir uns in unseren Camper und dann fängt die Kurverei an. Gut, dass wir noch nichts gefrühstückt haben! Da Frau natürlich hier und da mal gucken will, hupt es lautstark von hinten, während in jedem Parkverbot drei Autos stehen. Die Carabinieri sind auch auf Spritztour, doch gefühlt interessiert das im Winter nun wirklich keinen. Next Stop: Amalfi. Die kleine Altstadt lädt wieder zum Flanieren ein. Der Sant’Andreas Dom ist nicht nur für Kunsthistoriker einen Besuch wert, sondern auch die die Kathedrale mit ihrem mystischem Kreuzgang verzaubert. Währenddessen kann ich die schier endlose Völkerwanderung und den Rummel zur Hauptsaison beim Anblick des verlassenen Strandes schon fast erahnen. Trotzdem, viva Italia!

We will be back

Da wir im Winter unterwegs waren, sind uns bestimmt einige schöne Sachen entgangen. Und wenn wir dann mal im Sommer an der Costiera Amalfitana unterwegs sind, würde ich:

  • Ein Boot mieten: Vielleicht keine Yacht, aber etwas wasserfestes zum Paddeln oder klein-motorisiertes um sich das Klippenspektakel von der Ferne anzuschauen
  • Im azurblauen Meerwasser schwimmen: Es gibt so viele Strände und vor allem auch welche, die bestimmt im Sommer nur wenig besucht sind. Einen Strandtag – das hätte ich mal gerne.
  • Fiat 500 im Vollgas: Mit Stil kurvt man durch die engen Strassen und unter einem wartet nur das tosende Meer. Der Gegenverkehr hupt, die Italiener schimpfen mit den Händen und im Radio läuft Italo-Pop in voller Lautstärke.

Weekender – Freizeiteldorado im Glarus

Es ist wieder soweit, Wochenende oder besser gesagt: Zeit für einen Weekender.

Bei dem Frühlingseinbruch im Spätwinter, kommen die Erinnerungen an den längst vergangenen Herbst. Mir brummte der Kopf von der Arbeitswoche im Büro und das Kellerkind Alex musste auch mal wieder an die frische Luft. Wie der Zufall es will, war auch endlich die Heckküche für unseren Go-Outdoor fertig geworden. Der ideale Zeitpunkt also den Dachzeltcamper etwas auszuführen. Bei so vielen schönen Orten in der Schweiz hat man lediglich die Qual der Wahl, wohin es gehen soll. Wir zumindest redeten schon seit Wochen über den Klausenpass, der den Glarus von den Urkantonen trennt. Also nichts wie hin, bevor Frau Holle ihn für sich beansprucht!

Der Urner Boden ist ein atemberaubendes Naturspektakel für sich.

Morgenstund hat gold im Mund

Da wir am Freitag noch bis in die Nacht in der Werkstatt gewerkelt haben, brechen wir zu unserem Weekender zu einer unmenschlichen Zeit um 5 Uhr morgens auf. Die Straßen sind leer und nur der Sternenhimmel funkelt uns von oben an. Die ersten Kurven des Klausenpasses meistern wir in Dunkelheit. Doch sobald wir Unterschächen passieren, hellt sich der Horizont auf und die Umrisse der imposanten Berglandschaft geben sich zu erkennen. Als wir die Klausenpasshöhe erreichen, schlafen die Welt und vor allem ein paar Camper noch und wir rollen gemütlich Richtung Linthal weiter.

Der Hexenwald hält für Gross und Klein noch viele Überraschung parat

Freizeiteldorado Braunwald

Braunwald ist eine kleine Enklave im Glarus, die hoch über dem Tal (so gut wie) autofrei funktioniert. Die Infrastruktur ist für Camper auch ideal, da man direkt am Bahnhof legal stehen darf und lediglich in die Standseilbahn stolpern muss. Wir haben sowohl unsere Gleitschirme als auch das Klettersteigset gepackt, wobei wir das erstere vermutlich an der Bergstation Gumen deponieren wollen. Die Kombibahn fährt um die Uhrzeit noch nicht und der Erlebnispfad bergauf ist uns sowieso lieber. Somit trotten wir in einer besinnlichen Stille den ebenfalls für Mountainbiker freigegebenen Wanderweg Richtung Berg und geniessen den spürbaren Moment, wenn man aus dem Schattten in die Fast-Wintersonne aufsteigt.

Im Glarus kann man Klettersteigen in allen Schwierigkeitsgraden

Föhn oder nicht Föhn, das ist hier die Frage

Wer in den Bergen lebt, kennt das Phänomen: Föhn. Und ich meine hier nicht das praktische Haarpflegeutensil mit 230 V-Anschluss und bestimmt 2000 W Leistung, das in einem Camper etwas Fehl am Platz wirkt. Ich meine die Wetterkonstellation, wenn es zwischen Süd- und Nordalpenseite einen Druckunterschied gibt, der je nach dem bei Südföhn z.B. zu stürmisch-heissen Winden auf der Nordseite führen kann, während der Süden in einer dunklen regnerischen Staubewölkung versinkt. Ein Indikator für Föhn ist hierbei eine Druckdifferenz von ca. 4 hPa zwischen Zürich und Lugano oder Innsbruck und Bozen. Jedoch spielen so viele andere geoklimatische Faktoren eine Rolle für die Ausprägung eines Föhn, so dass Föhn nicht gleich Föhn ist. Beim Wandern muss man sich in der Regel wenig Gedanken machen, doch ist der Föhn für Gleitschirmflieger ein natürlicher Feind. Und uns erwartete an dem wunderschönen sonnigen Tag vielleicht ein Föhn mit rund 4 hPa, aber vielleicht wird es auch nur ein leichter Südwind?

Es gibt nichts Feineres als sich einen mühsamen Abstieg zu sparen…mit dem Gleitschirm!

Zeitsprünge

Beim Zustieg zum Klettersteig Eggstöcke entdecke ich auf der Karte noch eine Biwakschachtel und frage mich: warum nicht von dort mit dem Gleitschirm starten? Kurzer Hand entscheiden wir uns die Schirme beim Klettern mitzunehmen. Kurz vor dem Einstieg in die Wand treffen wir noch drei lokale Piloten, die sich zum Start vom offiziellen Startplatz vorbereiten. Was sie denn von der Föhnprognose halten, frage ich sie. Der eine zuckt mit den Schultern und meint nur: früher wären wir nie auf die Idee gekommen bei dem Wetter ans Fliegen zu denken! Das stimmt, denke ich mir. Früher wurde unser Nachbarn in der lokalen Zeitung gefeiert, weil er kaum 20 km vom Tegelberg zum Breitenberg geflogen ist! Und jetzt? Jetzt werden Rekorde von Hunderten von Kilometern geknackt und das gefühlt im Wochentakt. Ich denke, dass sich einerseits die Technik natürlich stark weiterentwickelt hat. Andererseits steht die vernetzte Welt in einem konstanten Wettbewerb, die die Leute immer wieder an ihre Grenzen treibt. Doch ich glaube, dass wir in unserem trögen Alltag uns einfach immer wieder nach dem Nervenkitzel sehnen und entsprechend Risiken in Kauf nehmen, für den früher allein der Anblick der Zugspitze gereicht hätte.

Wir machen es uns bei dem Zusatzgewicht etwas leichter und nehmen die leichtere Steigvariante 😉

Entspannte Kraxelei mit Tödi-Blick    

Das schöne an dem Klettersteig ist, dass man entweder bei der Schwierigkeit C entspannt das Panorama geniessen kann oder sich bei knackigen D/E zum Leiteregg hochkämpfen muss. Von dort aus ist es dann auch nicht mehr weit über den Vorderen Eggstock zur Charlotte Bridge, die bei dem Tiefblick etwas für weiche Knie sorgt. Ich kriege jedoch die ganze Zeit den Föhn nicht aus dem Kopf und suche ständig nach Lenticularis am Himmel. Doch anstelle der Linsenwolken entdecke ich lediglich Gleitschirmflieger die sich an den Südflanken der Eggstockgruppe Höhenmeter um Höhenmeter erkämpfen! So wie es ausschaut: nix mit Föhn! Umso beschwingter folgen wir dem schmalen Grat zum Mittleren Eggstock und steigen geschwind zum Biwak ab. Es tummeln sich immer mehr Flieger in der Luft, was einerseits positiv ist, andererseits einem die eigenverantwortliche Entscheidung zu Fliegen nicht abnimmt. Wir entscheiden jedoch, dass die Luft mehr als freundlich ist und ersparen uns einen langen Abstieg ins Tal.

Die letzten Sonnenstrahlen eines Tages zu geniessen, ist ein Privileg, das wir zu selten schätzen

Berglistüber und Signalstock-Arena

Die Campingplätze sind saisonal und Pandemie-bedingt im Linthal geschlossen, also entschliessen wir uns kurzer Hand für den Urnerboden. Unterwegs besichtigten wir einen imposanten Wasserfall, der wohl zu Urzeiten eine Höhle in den Stein gehöhlt hat. Am Urnerboden platzieren wir uns dann strategisch, um die Sonne so lange wie möglich zu genießen und starten mit dem Kochen. In den Mägen grummelt es schon. Das Besondere am Go-Outdoor ist, dass sich das Leben tatsächlich Outdoor abspielt. Unsere Campernachbarn verkriechen sich in den Campern, sobald die Sonne nicht mehr für wohlige Wärme sorgt. Wir hingegen ziehen uns einfach eine weitere Schicht Klamotten an und geniessen die frische kalte Luft. Draussen wird gekocht, draussen wir gegessen und draussen wird dann auch das Glässchen Wein genossen. Das nächste Mal jedoch kaufen wir Brennholz, denn nasses Treibholz brennt bekanntlich nicht gut.

Im Glarus verstecken sich immer noch ein paar Schmankerl für die Sinne und die Augen

Weekender im Glarus – the joy of minimalism

Die Nacht im Dachzelt war kalt. Erst als die ganze warme Luft, die im Laufe des Tages die Berge entlang aufgestiegen ist, wieder ins Tal rutschte, wurde es fast angenehm kühl. Morgens muss man halt im Winter das Teekochen mit Frühsport verbinden, doch dabei den Sonnenuntergang am Urnerboden zu beobachten, bleibt einfach unbezahlbar. Wir sind viel mit dem Camper unterwegs und immer ist ein Gepacke und Geraffel, wenn man mal ehrlich ist. Der Weekend-Trip zum Glarus jedoch hat mir wieder gezeigt, wie wenig es eigentlich braucht, um ein Abenteuer zu erleben und worauf es mir zumindest ankommt: Ich will der Neugierde und Lebenslust hinterher fahren und das geht auch Dachzeltnomade. Tipps und Tricks für Campinganfänger findet ihr übrigens hier!

Eine gute, aber verdammt kalte Nacht war´s!!

Weekender – Winterflucht zum Lago Maggiore

Ein Wochenendekurztrip nach Süden

Wenn der Nebel tagelang tief im Tal hängt und man sich nur noch vage an dieses helle Ding am Himmel, genau Sonne, erinnert. Dann ist es Zeit die Seiten zu wechseln. Und zwar von der im Winter oft düsteren Alpennordseite nach Süden. Je näher der Winter rückt, desto früher hockt man im Dunkeln. Immerhin macht es dann keinen Unterschied mehr ob man früh oder spät ankommt. Ausschauen tut’s gleich.

Das Riesenrad am Lago: mit Abstand zusammen am Rad drehen..

Weekender

Freitag, 16 Uhr. Ich schmeisse ein paar Klamotten in den Rucksack, während Alex die Velos auf den Fahrradgepäckräger hieft. Danach fehlen uns nur noch die Helme und jeweils ein Klettersteigset. Nach einem kurzen Blick in den Kühlschrank ist ein Abendsnack auch verstaut. Den Rest kaufen wir unterwegs oder gönnen uns besser gesagt lieber eine Pizza. Für uns geht es nämlich nach Italien. Unweit der Schweizer Grenze nach Verbania am Lago Maggiore.

Corona mit Hindernissen

Der Lago Maggiore bietet in der Regel zu jeder Jahreszeit ausreichend Campingplätze. Das Jahr 2020 jedoch bildet eine Ausnahme zur Regel, denn wie wir wissen, war alles anders. Somit hatten alle Campingplätze geschlossen und wir mussten uns anderweitig weiterhelfen. Ein gemütliches Plätzchen findet sich nämlich überall und mit dem Camper ist man zum Glück auch ziemlich autark. Die erste Nacht verbrachten wir auf einem kleinen Wanderparkplatz, die zweite Nacht recht zentral in Intra auf einem grossen öffentlichen Parkplatz in Flussnähe.

Abendspaziergang in Intra

On the road

Am Vierwaldstätter See nieselt es bei 6 °C ins Grau. Die feuchte Kälte kriecht einem bis in die Knochen. Im Auto wird es schnell warm und sobald wir auf der Autobahn sind, fangen die Ferien an. Das Unterwegs Sein mit einem eher vagen Ziel, das sich jederzeit nach Lust und Laune oder wegen sonstigen Überraschungen ändern kann, gehört zum Abenteuer dazu. Der Gotthardpass ist schon eingewintert, aber der Gotthardtunnel lässt uns staufrei passieren. Kaum spuckt uns die Röhre auf der Südseite raus, springt das Thermometer auf 15 ° C. So soll es sein.

Weg von der Hektik

Die Woche ist meistens hektisch. Um 5 Uhr klingelt der Wecker. Schnell in die Laufklamotten geschlüpft, um endlich etwas für die Ausdauer zu tun. Für ein Frühstück ist nach dem Duschen auch keine Zeit mehr, da muss die Banane wohl reichen. Mit knurrendem Magen sprintet man zur Arbeit, die erste Sitzung hat es gleich in sich und zum Mittagessen entspannen ist auch nicht drin. Nach der Arbeit geht es dann noch schnell zum Einkaufen, Wäschewaschen ist auch längst überfällig und dann ruft noch die Schwiegermutter (im übertragenen Sinne) an. Wenn ich dann um 21 Uhr zum Sitzen kommen, dann können mich meistens die Hunde holen.

Aus dem Süden zieht neues Wetter rein, doch der Kopf ist nach einer kleinen Kraxeltour glasklar.

Langsam in die Gänge kommen

Nachdem wir es uns abends noch mit einem Glässchen Wein gemütlich gemacht haben, stellen wir uns am am Samstag bewusst keinen Wecker. Einmal die Woche ausschlafen muss sein. Außerdem ist es morgens ohne Sonne noch bitterkalt, da will man sich eh noch nicht aufs Velo hocken. Langsam kommen wir dann aber doch in die Gänge und genießen erstmal eine Tasse Tee, bevor wir zu einem morgendlichen Spaziergang zu einer alten Römerbrücke aufbrechen.

Die alte Römerbrücke mit vielen Wasserfällen lässt uns staunen

Mozzarella, Pomodoro e Pane

Nach einem kurzen Einkauf geht es für uns erstmal an die Promenade. So viel zum Thema Winterflucht. Parken geht direkt am Wasser und bei herbstlich warmen Temperaturen kann man ein ausgiebiges Frühstück durchaus geniessen. Das nenne ich Entschleunigung. In der Ferne sehen wir schneebedeckte Gipfel, während es ein Entenpaar hinter uns auf der Wiese ein Sonnenband geniesst. Der Abwasch ist schnell erledigt und wir kurven zum nahegelegenen Wanderparkplatz.

Verspätetes Frühstück am See. Man gönnt sich ja sonst nix.

Mountainbike und Gourmet Schmankerl

Unser Ziel ist der Hausberg von Verbania: Monte Rosso. Für Mountainbikefahrer sowie für den Rennradsattel führt eine gemütliche Strasse den Berg hinauf. Wir laden unsere alten Esel also vom Fahrradgepäckträger und rollen Richtung Berg. Wir treffen auch immer wieder Wanderer, die über einen steileren Weg die Serpentinen queren. In der Sonne wird es sommerlich warm und kurze Hose mit Tanktop ist angesagt. Es geht durch einen wunderschönen lichten Laubwald, wo ein Baum mit dem anderen um die Wette strahlt. Nach knapp 550 Höhenmetern ist dann unser Ziel erreicht und wir gönnen uns in der Antica Osteria einen wohlverdienten Spritz mit Häppchen. Die Aussicht ist phänomenal, Sommerfeeling macht sich breit und eine Familie, die mit dem Hubschrauber zum Lunch anreist, sorgt für gute Unterhaltung.

Belohnung für den Aufstieg ist nicht immer nur der Trail ins Tal 🙂

Klettern und Wandern über Spuren der Picassas

Am nächsten Morgen wechseln wir die Uferseite und holen die Klettersteigsets aus dem Schrank. Vor uns zieht auch schon Trupp Richtung Monte Camoscio los, wo uns die Via Ferrata dei Picassas erwartet. So wurden die historische Steinhauer genannt, die hier beim Marmorbruch mit rudimentären Mitteln den wertvollen Stein geschlagen haben. Der Klettersteig selbst bietet spassige Action für gross und klein, da man die Wahl hat zwischen einem leichten B/C-Steig oder der rassigen D/E-Variation. Und die hat es in sich. Wir wählen die Herausforderung und klettern mit einer Panoramasicht zum See, die jede kleine Schweissperle wert ist. Am Gipfel treffen wir dann auf Wanderer, die zu Fuss das schöne Gebiet erkunden und machen uns auf den Weg Richtung Tal.

Ein kleiner Kultur-Klettersteig nach dem die Oberarme schwer sind

Weekender – Ferienzeit und das jedes Wochenende

Bevor wir uns auf den Heimweg machen, gibt es noch eine schmackhafte Piadine, damit der Magen nicht knurrt. So kurz ein Wochenende auf den ersten Blick auch erscheinen mag, so fühlt man sich nach einem Weekender erholt wie nach einer Woche Ferien. Die Flexibilität und Freiheit mit einem Camper ermöglicht es auch der Sonne hinter her zu fahren, so dass kein Abenteuer mehr ins Wasser fällt und jede Winterflucht mit Erfolg gekrönt ist.

Nicht weit entfernt und doch eine ganz andere Welt.

Top 10 Wintercamping Ziele in der Schweiz

Auch wenn wir selbst zeitbedingt kaum noch vor die Tür kommen, so darf man doch noch träumen. Um dann doch noch rauszukommen, habe ich mir ein paar schöne Wintercamping Ziele rausgesucht und möchte diese mit Euch teilen.

1. Eienwäldli im Engelbergtal (NW)

Wo ist es:

Sporthotel Eienwäldli

Wasserfallstrasse 108

CH-6390 Engelberg

Was biete es:

  • Wintercamping Deluxe
  • Moderne Sanitäranlagen
  • Komfortplätze mit Strom, Frischwasser- und Abwasseranschluss (auch im Winter)
  • Standard- und Superiorplätze mit Stromanschluss
  • Aufenthaltsraum mit Kochmöglichkeit
  • Gedeckte Lounge auf Zeltwiese und Feuerstelle
  • Waschmaschine & Tumbler, Entsorgungsstation
  • Kostenloses WLAN
  • Kostenloser Ortsbus/Skibus mit Haltestelle direkt beim Eienwäldli (tagsüber, Unterbruch in der Nebensaison)

Was kostet es:

Ab CHF 10.00 / pro Erwachsene; ab CHF 13.00 pro Standardparzelle; einmalige Stromanschlussgebühr CHF 2.00 und Strom nach Verbrauch

Was gibt es zu entdecken:

Neben dem Wellness und SPA von Eienwäldli selbst bietet das Gebiet Engelberg zu jeder Saison ein vielseitiges Angebot, das wir als de facto Einheimische auch nutzen

  • Man kann vom Campingplatz so gut wie direkt auf Langlaufloipe rutschen, mit den Schneeschuhen loslegen oder einfach nur Wandern gehen
  • Titlis ist dank Gletscher noch ein schneesicheres Skigebiet und der gegenüberliegende Brunni bieten unzähligen Pistenkilometer und aufregende Freerideabfahrten
  • Gleitschirmfliegen geht ganzjährig
  • Schlitteln bis einer weint
  • Einblicke in die Handwerkskunst der Alpkäser bekommt man in der Schaukäserei
  • Im Talmuseum kann man in die Vergangenheit eintauchen
Titlis lädt ganzjährig zu Abenteuern ein
Beim Fliegen am Brunni kann solo oder als Tandem jeder etwas Höhenluft geniessen

2. Camping Miralago**** (TI)

Wo ist es:

Caravan Camping Miralago SA

Via Roncaccio

CH-6598 – Tenero

Ticino – Svizzera

Was bietet es:

  • Standard bis Premium-XXL-Plätze mit winterfestem Full-Hook-up
  • Moderne Sanitäranlagen mit Fussbodenheizung
  • Kaminzimmer mit Kino
  • Restaurant, Poolbar und Shop mit frischen Backwaren
  • Bali Beach für hartgesottene Wintercamper
  • Beheizter Sportpool und Salzwasser-Villenpool
  • Hunde sind willkommen
  • Kostenlose ÖV und diverse Vergünstigungen mit dem Ticino Ticket
  • Kostenloses WLAN

Was kostet es:

Ab CHF 26.00 pro Basic-Stellplatz, ab CHF 10.00 pro Erachsene zzgl. Kurtaxe inkl. Strom

Was gibt es zu entdecken:

  • Wintercamping heisst nicht immer Skifahren und Schneegestöber
  • Swissminiaturpark in Melide
  • Gletscherlehrpfad in Basodino
  • Der Naturpark Bolle di Magadino
  • Locarno oder Ascona laden zum Wellness, kulinarischen Genuss und Flanieren ein – Anreise per Linienschiff möglich
  • Das wunderschöne Verzasca-Tal ist wildromantisch und smaragdgrünes Wasser schlingelt sich über ausgewaschene Gumpen bis zum grossen Stausee vom Lago di Vogorno inklusive James-Bond-Kulisse
  • Ausflug zum Monte Tamaro für Freerideaction oder je nach Lage auch mal etwas Spass im Schnee
  • Traumblicke vom Hausberg Monte Bré (Standseilbahn) von dem man bis in die Berner und Walliser Alpen sehen kann (gutes Wetter vorausgesetzt!)
Auch abseits des Lago Maggiore gibt es Einiges zu entdecken
Locarno präsentiert sich auch im Winter gut

3. Camping Pradafenz (GR)

Wo ist es:

Familie Miles – Gerber

Girabodawäg 24

CH-7075 Churwalden

Was bietet es:

  • Beheizte Sanitäranlagen
  • Trockenraum für Schuhe mit Waschmaschinen und Tumbler
  • Kostenloser Skibus
  • Kostenloses WLAN

Was kostet es:

Ab CHF 9.50 pro Erwachsene, ab CHF 15 Stellplatz, Strom CHF 0.50 pro kWh

Was gibt es zu entdecken:

  • Skifahren Lenzerheide / Arosa bis zum Campingplatz
  • Langlaufen in der Lenzerheide
  • Längste Rodelbahn Pradaschier mit 31 Kurven
  • Schlittschuhlaufen in Churwalden
  • Weltberühmte Zugstrecke Bernina Express und Glacier Express
  • Besuch der ältesten Stadt der Schweiz – Chur
Lenzerheide oder Arosa – man hat die Qual der Wahl
Neben Dauergästen findet sich immer wieder ein Plätzchen für “Touristen”

4. Camping Eggishorn (VS)

Wo ist es:

Camping Eggishorn

CH-3984 Fiesch (VS)

Was bietet es:

  • Beheizte Sanitäranlagen
  • Restaurant, Camping-Shop und Gas-Service
  • Grillhaus
  • Beheiztes Schwimmbad
  • Kostenloses WLAN

Was kostet es:

Ab CHF 10.00 pro Erwachsene, ab CHF 15.00 Stellplatz

Was gibt es zu entdecken:

  • Winterparadies am Aletschgletscher
  • Langlaufen, Schneeschuhwandern und Skitourenangebot en masse
  • Gleitschirmfliegen kann man auch das ganze Jahr über
  • Saunieren geht zwar nicht direkt am Platz, aber unweit davon
  • Für einen Abstecher zum Matterhorn im Winterzauber ist es nicht weit
Der monumentale Aletschgletscher schwindet tragischerweise von Jahr zu Jahr
Wie wäre es denn direkt vom Camping auf die Loipe zu stolpern?

5. Caravan-Camp Fankhauser (BE)

Wo ist es:

Caravan-Camp Fankhauser

Ey-Gässli 1 , Zweisimmen

Was bietet es:

  • Geheizte Sanitäranlagen mit Haartrockner
  • Kanalisation ganzer Platz
  • Aufenthaltsraum mit SAT-TV
  • Gameroom mit Getränken und Kaffeeautomat
  • Gruppenküche und Geschirrspülraum mit Waschmaschine und Tumbler
  • Trockenraum mit Skischuhtrockner
  • Grillplatz mit Cheminée und Kota (Grillhaus)
  • Kostenloser Skibus
  • Kostenloses WLAN

Was kostet es:

Ab CHF 6.50 pro Erwachsene, ab CHF 9.00 pro Stellplatz zzgl. Kurtaxe, zzgl. CHF 0.50 pro KWh Strom, CHF 0.50 pro 4 Min. Warmwasser zum Duschen

Was gibt es zu entdecken:

  • Skifahren in und um Gstaad und Zweisimmen – die Rinderberg Ronda ruft!
  • Nachtskifahren und Snowpark für Abenteuerlustige
  • Sparenmoos lädt ins Langlaufparadies ein
  • Skitouren-, Schneeschuh und Winterwandereldorado
  • Saunieren in Gstaad oder im Erlebnisbad Lenk
Es muss nicht immer Skifahren sein, lieber Schneeschuhwandern für pure Entschleunigung…
Klein aber fein, Hauptsache die Pisten sind bestens gespurt!

6. Camping Thorbach Flühli (LU)

Wo ist es:

Camping Thorbach Flühli

Hüttlenen 6 | 6173 Flühli

Was bietet es:

  • Alle Parzellen mit Strom, Kabelanschluss und Frisch- sowie Abwasseranschluss
  • Moderne Sanitäranlagen
  • Wasch- und Trocknungsraum mit Waschmaschine und Tumbler
  • Aufenthaltsmöglichkeit bei der Rezeption
  • Aufenthaltsraum mit Tischfussball, Spielen und Büchern

Was kostet es:

Ab CHF 8.00 pro Erwachsenen, ab CHF 10.00 Stellplatz, CHF 2.00 Strom pro Tag

Was gibt es zu entdecken:

  • Naturschätze der UNESCO Biosphäre Entlebuch, der wie der «Wilde Westen» von Luzern ist
  • Skigebiet Sörenberg stellt grenzenlosen Wintersport zur Verfügung
  • Rossweid Schlittelwege bei Tag und Nacht
  • Ausgedehntes Winterwanderwegnetz
  • Schwerelos Gleiten übers Eis auf dem Natureisfeld von Sörenberg
  • Hallenbad Sörenberg bei schlechtem Wetter oder gleich zum Wellness ins Hotel Rischli
  •  Luzerner Verkehrshaus zum Erleben für Technik-Begeisterte mit Planetarium, Swiss Chocolate Adventure und einem Filmtheater
Der Vierwaldstätter See sorgt im Winter gerne für Nebel, da hilft nur Flucht nach oben

Am Söderberg ist 365 Tage im Jahr etwas los

7. Camping des Frassettes/Villars Gryon (VD)

Wo ist es:

Camping des Frassettes

Chemin des Bloz 2, 1882 Gryon

Was bietet es:

  • Moderne Sanitäranlagen mit Waschmaschine und Tumbler
  • TV-Zimmer
  • Kleine Gemeinschaftsküche
  • Aufenthaltsräume
  • Grillplatz / Feuerstelle
  • Kleiner Shop auf dem Camping mit Gasservice
  • Kostenloses WLAN
  • Free Access Card für diverse kostenlose Aktivitäten in Villars, Gryon und Les Diablerets

Was kostet es:

Ab CHF 7.00 pro Erwachsene, ab CHF 14.00 pro Stellplatz, CHF 4.00 Strom zzgl. Kurtaxe

Was gibt es zu entdecken:

  • Der Gletscher des Diablerets ist zum Greifen nah und lädt ein zum Skispass ab Oktober bis Mai
  • Neben sämtliche nordischen Skisportarten kann man auch gut Schlitteln, Skibergsteigen oder sich auf den Bretteln von einem Ross beim Skijöring bewegen lassen
  • Wer es luftiger mag, kann sich den Skizirkus beim Gleitschirmfliegen auch beim Gleitschirmfliegen aus der Luft anschauen. Warm einpacken!
  • Bei Schnee müssen es auch nicht immer Ski sein, denn mit dem Fat Bike macht es mindestens genauso viel Spass die Pisten zu rocken
  • Wer es lieber schneefrei mag, der kann ich auch im Kletterblock verausgaben oder Höhlen erforschen oder sich einfach mal einen Wellness-Tag gönnen
Le Galcier des Diablerets ist traumhaft schön
Bei Neuschnee muss man erst sein Freizeitmobil ausgraben

8. Atzmännig Camping (SG)

Wo ist es:

Sportbahnen Atzmännig AG

8638 Goldingen

Was bietet es:

  • Sanitäranlagen mit Waschkabinen, Duschen, Geschirwaschbecken
  • Camper-Station
  • Strom an allen Plätzen
  • Waschmaschine und Tumbler
  • Gastronomie am Platz
  • Kostenloses WLAN

Was kostet es:

Ab CHF 6.00 pro Erwachsener, ab CHF 9.00 pro Stellplatz, CHF 2.00 Strom pauschal pro Tag

Was gibt es zu entdecken:

  • Skigebiet mit Nachskifahrangebot und einem Mini-Fun Park sowie Schneeschuh-Trails
  • Kinderfreundliches Freizeit- und Wanderparadies Atzmännig
  • Zürichsee ist nur ein Katzensprung entfernt und auch die Rosenstadt Rapperswil befindet sich gleich in der Nähe
Man sollte nie vergessen, wie man Feuer macht
Überall Schnee

9. Campingplatz Jakobsbad (AI)

Wo ist es:

Campingplatz Jakobsbad

Laufteggstrasse 1

9108 Jakobsbad AI

Was bietet es:

  • Alle Parzellen mit Stromanschluss
  • Gepflegte Sanitäranlagen
  • Waschmaschine und Gasservice am Platz
  • Regionale Produkte im Camping-Shop sowie Brötchenservice

Was kostet es:

Ab CHF 5.00 pro Erwachsene, ab CHF 12.00 pro Stellplatz, CHF 2.00 Strom pro Tag zzgl. Kurtaxe

Was gibt es zu entdecken:

  • Skifahren, Schlitteln und Schneeschuhwandern ist hier Programm
  • Für Bergsportbegeisterte lädt auch der Säntis, Ebenalp und Hoher Kasten in nächster Nähe ein
  • An Schlechtwettertagen oder Wintermuffel können sich in verschiedensten spannenden Musee, wie der Schaukäserei Stein, dem Brauchtumsmuseum Urnäsch oder dem Appenzeller Alpenbitter die Beine vertreten
  • Gleitschirmflieger kommen hier auch ganzjährig zum Genuss der Fliegerei
Herrliche Aussicht vom Kronberg
Ideale Ausgangslage für jeden Schabernack

10. Camping Oberiberg (AG)

Wo ist es:

Sportanlagen Oberiberg AG

Kirchenstrasse 15, 8843 Oberiberg

Was bietet es:

  • Sanitäranlagen mit gehobenen Standard
  • Waschautomaten mit Wäschetrockner
  • Kostenloses WLAN

Was kostet es:

Ab CHF 6.00 pro Erwachsene, ab CHF 15.00 pro Stellplatz, zzgl. Kurtaxe

Was gibt es zu entdecken:

  • Unmittelbare Nähe zur Sesselbahn Laucheren, so dass man sich im Skiparadies Hoch-Ybrig austoben kann
  • Langläufer, sowohl klassisch als auch skatend können sich beim Langlauf-Zentrum Studen verausgaben
  • Über ausgeschilderte Winterwanderwege geht es zur Lourdesgrotte oder entlang des Karl-Faber-Wegs
  • Schneeschuhwanderer können zum Beispiel Richtung Furggelenstock eine Gratwanderung mit Abstieg durch die Moorlandschaft unternehmen
  • Ein Hallenband in Minster sorgt für Abwechselung beim Aggegratzustand vom Wasser
Am Morgen die ersten Spuren ziehen
um später das Panorama von oben zu geniessen!

Zum Schluss noch ein paar Nützliche Tipps:

Auch wenn Wintercamping genauso viel Freude bereitet, wie Camping im Sommer. So gibt es im Winter noch ein paar Kleinigkeiten zu beachten, damit es nicht in einem Campingdesaster endet. Alle wichtigen Infos zum Wintercamping haben wir Euch im Artikel Im Winter geht man nicht campen, oder doch? zusammengefasst.

Kaum ein Land steht so sehr für Wintertourismus wie die Schweiz. Wusstest du, dass es in der Schweiz 251 Wintersport- und Ski gebiete gibt? Hier gibt es nicht nur Skigebiete soweit das Auge reicht, sie sind dank Gletscher- und Höhenlage auch meist schneesicher. Die Meteo Schweiz präsentiert einen Schneebericht für über 200 Schweizer Wintersport-Gebiete. Hier kannst Du prüfen, welche Pisten geöffnet sind, wie viel und was für ein Schnee auf der Piste liegt und sogar Infos zu den Ticketpreisen sind aus der Tabelle zu entnehmen. Im Winter kann die Strasse auch mal übel mitspielen, daher informiere Dich vor Abfahrt über den aktuellen Strassenzustand wieder via Meteo Schweiz und wenn Du Passquerungen planst, solltest Du kannst Du Dich spezifisch auf passe.info informieren.