Müll, Müll und noch mehr Müll!

Rund um das Thema Abfall beim Reisen.

Leider wird es jedem schon mal passiert sein, dass er auf einen wunderschönen Parkplatz gefahren kommt und was liegt da rum? Im Idealfall eine Plastiktüte mit Müll. Wenn Pech im Spiel ist, haben bereits pelzige oder gefiederte Freunde den Sack zerrissen und den Inhalt entsprechend verteilt. Zusätzlich liegen am Waldrand, zwischen Büschen und am Parkplatzende massenweise Taschentücher rum. Da fragt man sich nur: was läuft falsch bei manchen Menschen? Zu Hause schmeisst doch, in der Regel, auch keiner seinen Müll vor die Tür? Warum gelten dann scheinbar für manche Leute auf Reisen andere Regeln?


Wohin mit dem Müll?

Egal ob mit oder ohne Camper sollte man an der Stelle nicht gross erklären müssen, dass man alles was man mitbringt, auch wieder mitnimmt und den Stellplatz höchstens in einem besseren Zustand zurücklässt als dass man ihn vorgefunden hat. Je nachdem, in welchem Land man unterwegs ist, ist die Müllentsorgung mal einfacher, mal etwas schwieriger. Auf Campingsplätzen ist es in der Regel gar kein Problem und es sind Recyclingtonnen sowie Restmüllcontainer bereitgestellt. Unterwegs kann man je nach Land auch recht leicht «Wertstoffhöfe» oder «Recyclinghöfe» (ggf. auf der jeweiligen Gemeindeseite erkundigen) ausfindig machen und zumindest Glas, PET und Papier/Pappe entsorgen. Schwieriger wird es mit Restmüll. In der Schweiz zum Beispiel hat jeder Kanton «eigene» Restmüllbeutel (Kostenpunkt «Suibr-Säcke» in Nidwalden z.B. 10 CHF / 10 Säcke à 17 L), die dann entsprechend in Suibrtonnen entsorgt werden können. In den restlichen europäischen Ländern gibt es an offiziellen Stellplätzen oder touristischen Gemeinden meistens auch zugängliche Restmüllcontainer, die genutzt werden können. Wenn alle Stricke reissen, kann man auch mal bei einem Supermarkt oder Restaurant, bei dem man sich das Mittagessen gönnt, fragen, ob man den Müll loswerden kann.


Pack your trash!

Es gibt also wirklich keinen Grund den Müll anderswo, als in einer Mülltonne zu entsorgen! Und wenn die Wunschtonne aus irgendeinem Grund am Überquellen ist, dann ist es vielleicht zumutbar den Müll zur nächsten leere Tonne weiter mit sich zu führen. Und warum? Weil z.B. in Kroatien das Freistehen komplett verboten worden ist und hart sanktioniert wird, weil sich ein paar Spezialisten an diese Anstandsregeln nicht gehalten haben und es den Einheimischen irgendwann einfach gereicht hat.


Trash. Déchets. Jätteet. Rifiuti. Søppel. 垃圾. Basura. Śmieci. му́сор. Lixo. زبالة. Müll.


Leave nothing but footprints.

Wie eingangs erwähnt regt es mich auch dieses ganze «Pipipapier» auf, dass überall rumflackt. Ich schiebe den Trumpf an der Stelle auch vordergründig der Damenwelt zu, da bei Männern der Bedarf eher seltener aufzutreten scheint. Die Natur ruft und kein PortaPotti dabei. Alles kein Problem, solange nicht Dauerparker oder gleich 30 auf einmal an einem Ort sich in der Natur entledigen. Wenn frau zum Pipi machen das Papier nützt, so sollte es vertretbar sein jenes Papier im Camper-eigenen Müllbeutel zu entsorgen. Wer das nicht bewerkstelligen kann, dem bietet es sich an eine separate Plastiktüte, wie übliche Frühstücksbeutel, für entsprechende Abfälle mit sich zu führen – das funktioniert übrigens auch beim Wandern oder Radtouren! . Diese simple aber effektive Tat dient nicht nur dem Wohl der Natur, sondern wirkt auch den stetig zunehmenden Beschwerden über Camper entgegen.


Zum Wohl der Natur, für das Wohlwollen der Gemeinden und im Sinne eines Leave-Nothing-But-Footprints-Prinzip kann man nur hoffen, dass die neue Generation an Vanlifern nicht nur auf Instagram glänzt, sondern hinter den Kulissen genauso vorbildlich unterwegs ist.

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