Camperfrei, aber lava – Sizilien #3

Das sizilianische Wetter zeigt sich nicht immer von seiner Schokoladenseite. Daher entscheiden wir uns schweren Herzens das Vanlife temporär hinter uns zu lassen. Zwischen Weihnachten und Silvester stechen wir in die See. Sofern die Fähre wegen des Seegangs überhaupt ablegen würde! Unseren Camper geben wir in vertrauenswürdige Hände in der Nähe des Hafens und verabschieden uns innerlich schon ein bisschen (hoffentlich sieht man sich wieder!). Die Fähre ist in der Weihnachtszeit besonders günstig und so schaukeln wir ins Tyrrhenische Meer.

Den Camper haben wir diesmal nicht dabei

Camper-freie Zone

Die Isole Eolie oder die auch als Liparische Inseln bekannte Inselgruppe vulkanischen Ursprungs bestehen aus insgesamt sieben bewohnten Inseln im besagten Meer. Die Vulkankette erstreckt sich vom Vesuv bis zum Etna und hat ihren Ursprung in der tektonischen Bewegung der afrikanischen Platte unter die apulische Platte und ist einen Besuch wert! Das Meer tut alles, um uns zu versenken, doch wir kommen an einem Stück im Hafen der ersten Isola Eolia an: Vulcano!

Geologisch faszinierende Landschaften

Schwefel in all seinen Formen

Als wir auf Vulcano ankommen dämmert es bereits und beim ersten Schritt vom Boot begrüsst uns ein stechender Geruch in der Nase. Beim heissen Bad in der öffentlichen Quelle von Lamezia Terme haben wir uns bereits mit dem Geruch von gekochten/faulen Eiern auseinandergesetzt – Schwefelwasserstoff halt. Vulcano hat eine andere Duftnote. Ein stechend-saurer Geruch: Schwefeldioxid, eine fiese vulkanische Ausdunstung. Die Insel ist wie leergefegt, nur das Hotel direkt am Hafen bietet keine richtige Kost, aber immerhin Logis. Den Camper vermissen wir schon ein wenig. Als zum Abend hin der Wind nachlässt, schleichen wir um die Insel und sind wie kleine Kinder neugierig auf die Acque Calde aka Fangopango Van Dango Blubb. Ein brodelndes Schlammbad mit Wellnesspotential. Doch das was wir antreffen, ist ernüchternd. Es blubbert zwar ein wenig vor sich hin, aber bei den unterkühlten Temperaturen ist von Reinlegen keine Rede. Daher bespassen wir die lokalen Katzen bevor wir einen Pizzabäcker mit einer Bestellung regelrecht verschrecken.

Es leuchtet einem schon etwas entgegen

Schwarzer Sand unter den Füssen

Am nächsten Morgen stiefeln wir nach einem typisch italienischen Frühstück noch bei Dämmerung los. Man erreicht nach ca. 1,3 km den Wanderweg zum „Cratere“, wo wir ein Warnschild vorfinden – Achtung Fumarolen (Dampfaustrittsstelle)! Wir wollen das (geringe) Risiko eingehen und meistern die ersten Serpentinen im begrünten Unterholz, das schnell zu einer Landschaft aus schwarzem Sand wechselt. Die Flora ist eher karg und der Weg zum Teil mit vom Regen ausgespülten Rinnen durchzogen. Halbe Hanghöhe wechselt dann der Untergrund vom feinsten schwarzen Sand zu roter Tonerde. Nach weiteren 100 Höhenmeter erreicht man dann den Gran Cratere, wo es flach wird und man einen weiteren Landschaftswechsel vorfindet – schwarze Geröllwüste.

Es lauft

Wer hat Atemschutzmasken im Camper?

Hier kann man sich rechter Hand zur Umrundung des Kraters aufmachen, um auch die Fumarolen zu vermeiden. Wir wählen jedoch die kürzere Variante, obwohl die Rauchwand nicht unbeeindruckend ist. Den direkten Weg sollte man ohne Atemschutzmaske nicht nehmen, da die Fumarolen eher den Eindruck von Solfataren (Austrittsstellen von schwefelhaltigen Gasen) machen. Jede Austrittsöffnung ist in diversen Gelbtönen gefärbt, die Dank thermophilen Bakterien in neongrün bis sonnenblumengelb leuchten.

Fumarolen, Sulfataren…Luft anhalten!

Landübergreifender Meerblick

Auch wenn die Grande Fossa nicht die höchste Erhebung Vulcanos ist, ist die Aussicht grandios. In den Norden schauend sieht man die Inseln Lipari und Salina, westlich Fili- und Alicudi, während im Osten der Stromboli raucht. Im Süden hingegen entdeckt man vom Kraterrand die Hochebene Vulcanos, die wir beim nächsten Besuch unbedingt erkunden wollen und auch die immense Rauchwolke, welche vom Etna aufsteigt und den Flughafen von Catania lahmgelegt hat, kann man auch nicht übersehen. Beeindruckend und erschreckend zugleich. Und erst vor ein paar Tagen war der Etna mal wieder ausgebrochen und Stromboli zierte sich auch mit einer unübersehbaren Panache.

Faszination pur! Da kann der Camper lange warten…

STROMBOLI und 1200 °C heißes eruptiertes Magma.

Stromboli selbst ist nicht mal eine richtige Insel. Es ist einfach nur ein Vulkankegel, der ca. 920 Meter aus dem Meer hinausragt. Dabei ist dies der einzig ständig aktive europäische Vulkan, der noch kontinuierlich seine Lava in die Sciarra del Fuoco, die Feuerrutsche, spuckt. Und da wollen wir also fliegen??

Blau in Blau.

Lost in Translation

Wir kommen mit post-weihnachtlichen Rückreiseverkehr auf der Insel an und wir haben ein Problem. Wir bkeommen abhängig davon wen wir fragten, unterschiedlichste Auskünfte zu: welcher Weg zum Stromboli ist geöffnet, welcher gesperrt, welchen man mit und welchen Weg man ohne Guide gehen darf. Es gibt nämlich von Stromboli aus einige Wege zum Krater. Sentiero A, B und C und der „alte“ rot-markierte Weg, siehe Karte. Sentiero B startet in Ginostra – dort kann man jedoch nicht mit dem Paragleiter landen. Der Sentiero C ist der neue offizielle Weg (kürzester Anstieg) und führt „sicher“ über die SO-Flanke des Berges.

Für manche wohl appetitlich 😉

Morgenstund hat kein Frühstück im Mund

Der scheinbar vermehrt von den Einheimischen, die wir befragen, benützte „alte“ Weg (rot markiert) führt durch alle Stadtteile Strombolis bis zur Spiaggia Lunga in Piscità und vorbei am Semaforo Labronzo, wo sich das Vulkan-Observatorium befindet. Von hier erreicht man das Filo del Fuoco, den s. g. „400 Metern“, von wo man die Eruptionen gut und sicher beobachten kann. Ab hier bzw. ab 400 amsl ist der Hike nur noch mit Guide erlaubt! Die Sonne geht um die Jahreszeit um ca. 7:15 Uhr auf und wir planen mit maximal 2 Stunden, um zu den „400 Metern“ zu gelangen. Wer das Feuerspektakel beobachten will, sollte bei Dunkelheit am Aussichtspunkt sein. Also klingelt unser Wecker um 4:30 Uhr.

Lipari zwar nicht zum Fliegen, aber zum Wandern vielleicht 🙂

Das Tor zur Hölle

Mit gedämpfter Stimmung schleichen wir also weiter den Berg hinauf und folgen den gepflasterten Serpentinen durch die hohen Macchiafelder. Bei der Weggabelung auf 250 amsl endet der Pflasterstein und wir können ihn hören. Er rumort. Er zischt. Er knallt immerzu, während mir bei dem schwachen Licht der Stirnlampe die Knie schon ein wenig zittern. Bei den 400 Metern eröffnet sich uns dann der Blick zum Höllenschlund. Und auch just in dem Augenblick erleben wir eine Eruption, die einem das Blut in den Adern erstarren lassen sollte. Hätte man an der Stelle auf seine Urinstinkte gehört, wäre man den Berg wieder runtergerannt.

Es speibt

Erstmal in Deckung gehen

Der höchste Bereich des Vulkans wird übrigens als Sierra di Vancori bezeichnet. Unterhalb des „Pizzo sopra la Fossa“ („Gipfel über der Grube“) auf ca. 750 amsl liegt der aktive Krater. Hier gibt es 5 flache Eruptivkegel aus deren rotzigen Mäulern bei „günstigen“ vulkanischen Bedingungen alle 5 bis 10 Minuten Lavafontänen aufsteigen. Das leuchtende Rot wird abgelöst durch Gasexplosionen mit Ascheregen und festem Auswurf. Das Spektakel wird untermalt von einer ohrenbetäubenden Geräuschkulisse eines donnernden Steinbruchs, Hunderten von Kieslastern beim Entladen sowie dem Donnern eines industriellen Bohrschlaghammers. Bei jeder Entladung werden neben Unmengen an Steinen, Glut, teils kalbsgrosse Lavaschlacken in die Luft geschleudert und man hört nur das Flatsch, wie die zu Bomben gedrehten Schlacken auf den Boden prasseln. Auch wenn das meiste Zeug wieder zurück in den im Durchmesser bis zu 80 m messenden Trichter fällt, reicht der Blockwurf bei grösseren Eruptionen bis zu 100 m weit. Dann wäre der Helm auch nur noch Dekoration – so nah sollte man dem Krater jedoch erst nicht kommen.

Für alle Notfälle

Nur Campen ist schöner!

So standen wir da und wie auf Kommando setzt um 8 Uhr der böige Wind aus. Es traf uns eine laminare Brise aus West mit weniger als 10 km/h, die mit der Zeit sogar komplett einschlief. Ich legte meinen Schirm aus und war nervös, wie eine Gans nach dem dritten Advent. Maestro Stromboli war in dem Fall auch keine Hilfe als er seinen Heizkessel entlüftet und den Himmel rot erleuchten lässt. Theoretisch muss er aber nach der Aktion erstmal für 10 Minuten Ruhe geben… also Schirm aufziehen, ausdrehen und los. Es fliegt. Und wie. Die Luft ist ruhig und man kann mit sehr viel Höhe über das Bastimento gleiten, während am Strand nur wieder hungrige Katzen warten.

Mit allen Wassern gewaschen…Though Life.

ETNA. Mongibello hält wohl nix vom Winterschlaf

Von den Einheimischen wird der Vulkan oft auch „Mongibello“ genannt. Diese Bezeichnung leitet sich von „mons“ (lateinisch für „Berg“) und „gebel“ (arabisch für „Berg“) ab und kann mit „der Berg der Berge“ übersetzt werden. Was nicht übertrieben ist angesichts der vielen Mythen und Sagen, die sich um den Ätna ranken.

Von Hephaistos und Aphrodite

In der griechischen Mythologie etwa galt er zusammen mit dem Inselvulkan Stromboli vor der Küste Siziliens als jener Ort, wo die einäugigen Zyklopen dem Gott Hephaistos bei seiner Schmiedearbeit halfen. Wobei der als hässlich verschriene Hephaistos bei jedem Seitensprung seiner Gattin Aphrodite das Schmiedefeuer so heftig schürte, dass der Vulkan ausbrach. Glaubte man damals.

Nightlife…gerne mit Abstand

Safety First

Ich telefoniere vorab mit der Auskunft der Bergbahn auf dem Etna, um in Erfahrung zu bringen, wie die touristische Lage am Berg seit dem jüngsten Ausbruch ist. Bis auf 2700 amsl: kein Problem. Ein Aufstieg zum Gipfel auf Grund anhaltender vulkanischer Aktivität ausgeschlossen, man ist sich nicht sicher, ob Mongibello nochmal in die Luft geht. Akzeptiert. Nachdem was wir am Stromboli gesehen haben, also was ein „aktiver“ Vulkan bedeutet, war eine glühende Überraschung am Etna lieber nicht herauszufordern.

Ja, guten Morgen!

Paradies für Freunde der Geologie

Etna, als lavareicher Stratovulkan, ist aus vielen sich überlagernden Vulkankegeln aufgebaut. Der jüngste hiervon ist Mongibello und hat vier aktive Gipfelkrater. Der gesamte Berg ist mit über 400 kleinen Adventivkratern übersät und aktuell misst der höchste Punkt um die 3300 amsl (NO-Krater), wobei der Krater 300 m Tiefe misst. Wir selbst erlebten am 2. Weihnachtsfeiertag ein Erdbeben der Stärke 4.8. Das Erdbeben folgte aber erst drei Tage nach dem am Etna, wo sich an Heiligabend am Fusse des Nuovo Cratere di Sud-Est sogar eine neue Spalte geöffnet hatte. Dies hatte einen Lavastrom ins Valle del Bove zur Folge und Zafferana Etnea wurde erneut mit Asche bedeckte.

Nicht satt gucken können…oder?

Über den Wolken

Ich hätte dort oben noch stundenlang weiterstaunen können, denn alles zusammen ergibt eine einzigartige Landschaft, die man erlebt haben muss. Der Wind kam thermisch böig aus Süd und der Blick auf die in Flugrichtung sich schließende Wolkendecke bereitete uns mittlere bis große Sorgen. Jetzt musste es schnell gehen. Ich war in der Luft und folgte dem begrünten Grat Richtung Südosten, der sich auf der Südseite des Valle del Bove befindet.

Es wurde schnell dramatischer als es aussieht

Augen zu und durch

Wir genossen 45 km/h Vorwärtsfahrt im Halbgas bei ca. 0,5 m/s Sinken. Alles tutti bis auf die mittlerweile so gut wie geschlossene Wolkendecke. Ich hasse Wolken. Aber die Wolkendecke durfte kaum mehr als 100 Meter dick sein, also Augen auf die Navigation und durch. Wenn da nicht plötzlich mein Handyakku den Geist aufgegeben hätte. Mit der Hoffnung, dass keine weiteren Überraschungen folgen würden, wagte ich mich an die Wolken und sang vor mich hin, damit Alex mich lokalisieren konnte.

Sing your song

Home is where you park it

Keine Minute später endlich wieder Bodensicht und mit knapp 1600 m über Grund kalkulierten wir, dass die übrigen 7-8 Kilometer zum Strand mit viel Luft nach unten zu bewältigen wären. Nichts desto trotz landeten wir auf dem großzügigen Landeplatz von Zafferana Etnea und bereiteten uns mental auf den anstehenden Hike vor. Denn dieser würde lang werden und vor allem erwartete uns beim Camper eine kalte Aussendusche bei angenehmen 0 °C.

#homeiswhereyouparkit

Pasta every day keeps… – Sizilien #2

THE DOCTOR AWAY…Wenn ich an Sizilien denke, kommen mir vor allem zwei Dinge in den Sinn. Mafia und Vulkane. Während das letztere doch noch eher spannend ist, so hinterlässt das erstere beim Unterwegssein mit einem auf Hochglanz polierten Camper doch eher ein mulmiges Bauchgefühl. Was macht man an der Stelle: googeln. «Wie gefährlich ist die Mafia in Sizilien?» «Wie oft werden Camper im Sizilien geklaut?» und und und. Mein Fazit: viele sinnbefreite Antworten auf von Haus aus sinnlose Fragen.

La Scala di Caltagirone

Der Pate hat sich ausgeweihnachtet

Klar, gibt es in Süditalien wohl vermehrt Uomini d’Onore, doch auch haben sich die Zeiten mittlerweile (zumindest vermehrt) geändert. Die Sizilianer haben nämlich auch keine Lust mehr darauf und haben unter anderem Aktionen, wie das Addiopizzo, gestartet. Wer immer noch Bedenken hat, dem sei gesagt, dass Touristen wohl eher selten behelligt werden, denn man wird ja die Kuh, die man melken will, nicht schlachten. Und last but not least, es braucht in Sizilien kein Glück, um unbehelligt davonzukommen – man sollte einfach nur kein Pech haben. Übrigens, fahre ich mit dem Camper lieber hundert Mal nach Sizilien als nach Berlin oder Hamburg, so klautechnisch gesehen!

Wunderschöne Sonnenuntergänge vorprogrammiert

Küstenromantik pur

Von der Fähre runter und an Messina vorbei steuern wir Richtung Norden, um so schnell wie möglich zu unserem ersten Etappenziel zu kommen: Cefalù. Ein kleines Küstenstädtchen am Fusse des Nationalparks dei Monti delle Madonie. Im Winter geht jedoch auch im Süden die Sonne leider so früh unter, dass wir im Dunkeln ankommen. Nichts desto trotz, spazieren wir durch die wunderschön beleuchtete Altstadt und erklimmen den Burgberg Rocca di Cefalù. Lange verweilen wir jedoch nicht, denn wir haben noch herrliche Zitronen aus Neapel, die verkocht werden müssen und daher verziehen wir uns für die Nacht in die Nähe von Gibilmanna Richtung Berge.

Auf Sizilien kann man eine Nordmanntanne lange suchen

Zitronen soweit die Nase reicht

Mein wohl absolutes Lieblingsgericht, dass sich vor allem auch perfekt im Camper zubereiten lässt, ist und bleibt Pasta Aglio e Olio al Limone. Das Zeug könnte ich jeden Tag essen! Vor allem, wenn man dann auch noch so leckere Zutaten von Opa und hausgemachte Nudeln vom Markt hat. Somit ist das Carboloading für unsere Trailrun Tour im Parco delle Madonie am nächsten Tag erfolgreich. Das Wetter ist herrlich, die Landschaft ist schroff und dennoch versteckt sich hinter jeder Ecke eine kleine Schönheit. Der Park ist nämlich gefüllt mit vielen endemischen Pflanzen, deren Bezeichnung mir ein Rätsel ist, aber zumindest konnte ich Disteln, Ginster und eine Vielzahl bunter Orchideen ausmachen. Neben riesigen Palmen ist in dem Park auch die Macchia dell’Inferno anzutreffen, eine Eiche deren Alter sage und schreibe im vierstelligen Bereich liegen soll! Für Naturfreunde somit ein abwechslungsreicher Ort zum verweilen.

Nicht nur für Trailrun-Enthusiasten etwas schönes

Roter Sand unter den Füssen

Uns zieht es am nächsten Tag weiter Richtung Westen und vor allem wollen wir endlich mal wieder an den Fels. Daher verschlägt es uns nach San Vito Lo Capo, wo wir nicht nur einen Wintercamper antreffen. Die Meeresbrise ist nicht nur salzig, sondern vor allem rau und wir müssen uns in den ersten Tagen warm anziehen. Trotzdem ist es wunderbar an der Cala Rossa in einem mit Standheizung eingeheiztem Büssli kleine weihnachtliche Mitbringsel auszupacken und die Stille Nacht tatsächlich bis auf das Meeresrauschen ungestört zu verbringen. Die Kletterei in der Region ist kurzlebig und auch lange Strandspaziergänge mit witzigen Kraxelpassagen machen Laune. Was uns in Sizilien jedoch auffällt ist, dass die Bordsteine im Winter regelrecht hochgeklappt sind – bis auf den Supermarkt alles zu. Daher gibt es wie immer: home-cooked Pasta, Pasta, Pasta und nicht genug davon.

Kein Gedränge, kein Stress und vor allem die Ruhe weg

Bella Italia

Wir als Städteflüchtigen meiden zwar Palermo und Catania, aber gönnen uns letztendlich zu Silvester doch ein wenig mondänes Flair in Taormina. Da wir die letzten Tage in der Wüstenlandschaft des Etna verbrachten, freuen wir uns über etwas grün und steuern direkt in den öffentlichen Garten. Eine grüne Oase inmitten des historischen Städtchen mit tollem Blick auf die strahlend blaue Bucht. Nach etwas Flanieren durch die Stadt können wir auch eine weitere Augenweide geniessen und zwar die Isola Bella – aus der Ferne, bevor wir uns ein vermeintlich gemütliches Plätzchen zum Nächtigen suchten.

Toarmina ist ein netter Ort zum Verweilen

Neues Jahr, neues Glück

Feuerwerk gibt es zu Silvester auf Sizilien keines, aber mit etwas Glück ergattert man einen 2-Personentisch bei den Toiletten in der selbsternannten besten Pizzeria der Welt. Die La Napoletana war schon in Ordnung, aber nichts gegen die wirklich beste Pizza der Welt in Bassano! Nach einem trotzdem schönen Abend schlendern wir dann zum Camper, der ausserhalb der Stadt geparkt ist und versuchen wirklich unser bestes dieses Jahr endlich mal wieder bis Mitternacht durchzuhalten. Leider nicht geschafft. Viel Schlaf gibt es trotzdem nicht, denn wie es sich herausstellt, stehen wir auf einem der wohl beliebten italienischen Bumsparkplätze. Der Verkehr jeglicher Art sorgt für eine ordentliche Geräuschkulisse, die den Schlaf und vor allem letzten Nerv raubt, so dass wir uns entscheiden die Flucht gen Norden einzuschlagen. Camping hat nicht nur eine goldene Seite!

Wir kommen wieder!

Weitere Tipps für die Reiselust ist auch Cavagrande del Cassibile, ein toller Ort zum Wandern in der Nähe von Avola. Wer eher archäologische Prachtstücke sucht, findet sie in Agrigent. Wen eher Salzabbau an der Westküste interessiert, der entdeckt in Trapani vielleicht auch noch ein paar Flamingos. Last but not least, ist die Scala die Turchi mit Sicherheit ein sehenswertes Naturphänomen, bei dem es von selbsternannten Influencern nur so wimmelt…Dann doch lieber ein paar Vulkane!

Mit dem Camper durch Sizilien!

Der Weg ist das Ziel – Sizilien #1

Sizilien mit dem Camper

Last Christmas…

Ja, weisse Weihnacht, eine schöne Bescherung mit den Griswolds und Rotkohlflecken auf der Tischdecke…alle Jahr wieder. Oder eben nicht. Denn zu Weihnachten hat es das letzte Mal geschneit, als ich noch sehr klein war, so dass die Schneemenge verhältnismässig gross wirkte. Chevy Chase wird heutzutage on demand geschaut und Rotkohl? Manches wird erst gut, wenn man es gut sein lässt.

Ohne saisonale Dekoration wüsste man kaum, dass Dezember ist

Wir fahren nach Sizilien

Daher ist der Plan für Weihnachten die Flucht nach vorne, besser gesagt Richtung Süden nach Sizilien! Statt nassem Grau bis süssen Lebkuchen und Last-Christmas in Dauerschleife, lieber warme Sonnenstrahlen, vorzügliches Essen und La Dolce Vita.

Die grösste Insel des Mittelmeers liegt jedoch nicht unbedingt um die Ecke und entsprechend ist der Weg aus den Alpen lang. Bei den rund 1800 km kann man den Weg alleine also schon mal zu seinem Ziel machen und unterwegs Abstecher einplanen. Zum Glück ist man mit dem Camper maximal flexibel und fährt nur so lange wie man Lust und Laune hat. Wer nur eine Woche Zeit hat, überlegt sich bei der Strecke vielleicht doch ein etwas näher gelegenes Ziel – denn es ist schon gutes Sitzfleisch erforderlich. Wir hatten fast drei Wochen Zeit und daher die Ruhe weg. Insgesamt waren wir jedoch nur etwas über zwei Wochen unterwegs und sind wegen eines fiesen Wetterumschwungs wieder heimgesteuert. Und das hat für unsereins vom Aufwand-Nutzen-Verhältnis tiptop gepasst.

Reisen geht durch den Magen

Unsere Reise beginnt am frühen Nachmittag, ca. eine Woche vor Weihnachten. Die Strassen sind somit noch einigermassen leer und wir können es einfach nicht lassen…einen 200 km Umweg zu unserer Lieblingspizzeria in Bassano del Grappa auf uns zu nehmen. Irgendwann haben wir mal unser Herz an diesen wundersamen Ort in Venetien verloren und naja, müssen eben hin und wieder «heimkehren». Für Camper bieten sich eine Vielzahl an Möglichkeiten auf kleinen Campingplätzen zu übernachten oder auch bei diversen Stellplätzen bei Restaurants und Wirtschaften über Nacht zu stehen.

Pizza, Pizza, Pizza!!!

Bassano del Grappa

Bassano del Grappa liegt am Taleingang des verkannten Val Sugana am südlichen Alpenrand und ist gezeichnet durch die Brenta, der einige schönen Brücken in der Altstadt zu verdanken sind. Neben dem typischen Flair, den kleine italienische Städtchen ausstrahlen, ist Bassano gefüllt mit Leben. Als Universitätsstaat leben am Abend die zahlreichen Restaurants, Caffès und Bars regelrecht auf, es wird gesellig und vor dem Essen wird erstmal ausgiebig das Aperitif zelebriert. Ist der Bauch dann mit feinen Speisen gefüllt, flaniert wer etwas auf sich hält zur alterwürdigen Holzbrücke Ponte degli Alpini. Hier häufen sich die Bars, die lokale Spirituosen ausschenken und der Sonnenübergang über der leise vor sich hin rauschenden Brenta ist phänomenal.

Ein guter Ort für einen schmackhaften Zwischenstopp

Nicht nur für Feinschmecker ein Geheimtipp

Wie der Name schon sagt, finden sich in Bassano und der Region viele Grappa-Destillerien, die zu einem Besuch einladen. Neben dem Tresterbrand jedoch werden auch diverse Liköre hergestellt, die den gängigen Aperitivi mehr als Konkurrenz machen! Da gilt die einfache Regel: Probieren geht über Studieren. Also Prost Mahlzeit und Cincin!

Der Name Bassano del Grappa bietet jedoch nicht nur jahrtausendealte kulturelle Güter und einen Leberschaden, sondern auch viele wunderbare Beschäftigungsmöglichkeiten für Frischluftfanatiker.

Let´s roll!

Von der Grappa-Destillerien zum Monte Grappa

Monte Grappa – war zwar im ersten Weltkrieg der Schauplatz schwerer Kämpfe und beherbergt ein monumentales Ossarium, das in den 30er durch Faschisten errichtet worden ist. Trotz der blutigen Vergangenheit ist dieser historische Ort nicht nur durch die über 1600 Meter Höhendifferenz zum Tal einen Besuch wert. Die Aussicht in die Po-Ebene ist schön soweit das Auge reicht – wenn es mal nicht wieder zu diesig wird. Für den Camper ist die Strasse übrigens auch geeignet, solange man den zahlreichen Rennradfahrern brav die Vorfahrt gewährt.

Mountainbiker kommen hier ebenfalls nicht zu kurz, doch vor allem ist der Himmel übersäht mit Gleitschirmfliegern, die die idealen Flugbedingungen in vollen Zügen nutzen. Entlang des Grappastocks finden sich jedoch auch einige interessante Klettersteige sowie Sportkletterwände, die für aktiven Zeitvertreib sorgen.

Byebye Po-Ebene, Sizilien wir kommen!

Mit dem Camper durch die Conca di Rieti

Für uns jedoch geht es nach Pizza und einigen Spritzern weiter gen Süden. Next Stop: Rieti. Die einen werden sich fragen, was zum Kuckuck Rieti ist und die anderen sind vermutlich Segelflugbegeisterte oder mal wieder Paragleiter. Für die ersteren jedoch sei gesagt, dass man nicht unbedingt etwas verpasst hat, wenn man das latinische Rieti nicht gesehen hat. Wir selbst waren auch nur indirekt in Rieti, sondern haben es vorgezogen mit dem Camper durch die Conca di Rieti zu gurken. Einem Hochtal, das zwischen den Reatiner und Sabiner Berge abgeschlossen wird und mit etwas Suchen wunderbare Wanderwege preisgibt.

Dolce Vita von Venedig bis Palermo

Lieber im Winter unterwegs

Wir starten in Poggio Bustone, wo uns die Dorfgemeinschaft, deren Durchschnittsalter bestimmt die 70 überstieg, wie Ausserirdische begutachten und folgen unseren Füssen soweit sie einen Weg finden. Der jedoch verschwindet irgendwann, da die Rinder vermutlich auf die Forststrasse ausgewichen sind, die wir passieren. Bei dem lichten Wald alles kein Problem und beim leicht frostigen Bedingungen stehen wir am flachen Gipfelplateaus des Berges ohne Namen. Die Aussicht ins Tal verschlägt mir zumindest ein wenig den Atem. Die kalte Bodeninversion will den Nebel auch am späten Vormittag noch nicht gehen lassen und die Zirren verschleiern die eh schon schwachen Sonnenstrahlen. Der Blick hat etwas Mystisches und findet einen besonderen Platz in meinem Hippocampus.

Ein Zwischenstopp mit Gleitschirm-Action

Monti e Mare

Gefühlt ist die halbe Strecke nun hinter uns, aber das ist alles kein Grund zur Eile. Wie gesagt, der Weg eines Campers ist das Ziel. Eine kurze Überlegung ist es über Landstrassen weiter zu bummeln, aber da ab Rom die Autobahn eigentlich mautfrei sind…behalten wir uns das für andere Camperferien vor. Stattdessen geht es über Neapel mit einem Abstecher zum Vesuvio und die Costiera Amalfitana weiter Richtung Kalabrien.

Wir kommen auf den Geschmack von Vulkanen

Ein Hoch auf die Standheizung!

Und jeder Camper, oder zumindest die ohne eigene Hygienekammer, kennen das Problem on the road: Duschen! Wir zumindest haben eine Aussendusche, doch auch in Süditalien wird es im Dezember nachts recht kühl und das frischgetankte Brunnenwasser ist nicht wärmer. Umso schöner ist es doch, wenn man unterwegs bei einer olfaktorisch anregenden Therme halt macht!

So wacht man doch gerne auf 🙂

Nase zu und durch

Lamezia Terme ist in Italien eher für die hohe Akkumulation von ‘Ndrangheta bekannt, jedoch ist das Marketing der Region und vor allem der Terme di Caronte langsam auf dem grünen Zweig. Neben richtigen Thermalbädern mit Rutsche und Co haben sich die Einheimischen die natürlichen Schwefelquellen zu Eigen gemacht und ein öffentliches Bad gebaut. Wir kommen nachts an und stellen freudig fest, dass wir nicht nur direkt bei den Quellen mit dem Camper stehen können, sondern dass die Badi nachts auch noch beleuchtet ist.

Schlau ist der Fuchs

Next Stop Sizilien

Die Wassertemperatur – ein Traum! So plantschen wir weit mehr als die Nase erlaubt und geniessen die nun laue Nacht. Die Frage am Ende des Badespasses jedoch ist, wie wir den Geruch von faulen Eier nun nicht mit in Bett nehmen. Aber schlau wie ein Fuchs, haben wir natürlich vorgesorgt. Unsere flexiblen Wasserkanister à 5 L haben wir mit eiskaltem Brunnenwasser gefüllt…und einfach mit ihnen zusammen gebadet! Über die Stunde war das Wasser dann genauso mollig warm, wie das Thermalwasser. Am «Duschplatz» wurde sauber geschrubbt, aber statt sich die volle Kältedröhnung zu geben, können wir ohne mit der Wimper zu zucken duschen.

Tropea belohnt mit karibischen Eindrücken

Neben Thermalquellen lädt Kalabrien auch noch zu vielen anderen Abenteuern ein, doch wir machen nur noch einen kurzen Abstecher nach Tropea, um dann die Fähre nach Messina anzusteuern. Sizilien wir kommen!

Reggio Calabria to Messina

Mit dem Camper nach Kroatien

Im Frühjahr ist die Sehnsucht nach Wärme, Sonne und Vitamin D nach der dunklen Jahreszeit immer besonders gross. Vor allem ist ab Mitte Mai bis Mitte Juni die Feiertagsdichte besonders ferienfreundlich. Mit genug Überstunden im Gepäck steigen wir also in unseren Camper und verlassen die Tristesse von kaltnassem Frühlingswetter. Meeresbrise und Klettereldorado Paklenica im sonnigen Kroatien – wir kommen!

Pre-Corona

Unsere Aus.Zweit ist der Vollständigkeit halber gesagt schon eine Weile her. In der jüngsten globalen Reisebeschränkungssituation ist die Freizügigkeit mitunter eingeschränkt und muss bei einer Reiseplanung in Betracht gezogen werden. Da sich die unterschiedlichen Massnahmen dynamisch ändern und jeweils auch von Durchreiseland variieren, werde an der Stelle keine weiteren Infos dargestellt, da nicht für die Richtigkeit und Aktualität garantiert werden könnte.

Roadtrippin‘

Roadtrip durch Südost-Europa

Auf unserem 5-wöchigen Trip erkundigen wir in den ersten Wochen Italien, Österreich und das unbekannte Slowenien. Das Frühjahr ist jedoch geprägt von einer windarmen Wetterlage mit hohen Temperaturen, was täglich in teils massiven Überentwicklungen resultiert. Das bedeutet, dass sich bereits mit den ersten Sonnenstrahlen der Morgensonne starke Thermik entwickelt, die die Cumuli wie Pilze in die Höhe schiessen lässt. Bis Mittag werden diese grossen bauschigen Wolken immer dicker, schwerer und dunkler. Bis sich meistens unvorhersehbar ein Kaltflussausfluss in einem stürmischen Wind manifestiert und die Wolken kurze Zeit später Wolkenbruch erleiden. Dieses Wetter macht als Gleitschirmflieger nicht wirklich Spass. Auf den Mountainbikes im Gewitter auf einem ausgesetzten Singletrail unterwegs zu sein, ist auch nur bedingt empfehlenswert. Die Lösung zu dem Problem: der Sonne hinterher! Und diese ist in Kroatien.

Sonnenuntergänge soweit das Auge reicht

Campen in Kroatien

Kroatien ist bei Badeurlaubern sehr beliebt und von Campern wimmelt es auch jede Menge. Nicht verwunderlich, denn alleine die Fahrt entlang der Küstenstrasse mit einer weitreichenden Fjordlandschaft und einem Blick bis an den Horizont, sind eine Reise wert. Der Reiz ist gross an einer der vielen Buchten stehen zu bleiben und dort sein Nachtlager aufzuschlagen. Doch Obacht – das ist in Kroatien keine so gute Idee. Leider ist auch in Kroatien, wie in vielen anderen europäischen Ländern, das «Wildcampen» oder «Freistehen» verboten. Die Kulanz ist vor allem an der kroatischen Küste und den Touristengebieten tendenziell gering. Je weiter man sich von den Hotspots wegbewegt, desto höher ist die Chance, dass der Beamte mal ein Auge zudrückt. Grundsätzlich ist das Campen auf Privatgrundstücken auch verboten. Alles in allem empfiehlt es sich daher einen Camping- oder Stellplatz aufzusuchen. So rollen wir zu unserem Reiseziel Starigrad-Paklenica und finden einen versteckten Autostop, wo wir pro Nacht rund 12 Euro bezahlen müssen. Bei der warmen Dusche und Blick aufs Meer ist das mehr als fair!

Nicht der besagte Autostop, sondern ein noch nicht offiziell geöffneter Campingplatz auf Pag.

Gute Nachbarn

Unsere Nachbarn sind allesamt deutsche sowie Schweizer Wiederholtäter, welche seit Jahren aus der Kälte des Frühjahrs zu diesem Stellplatz in Kroatien fliehen. Wir werden fast familiär empfangen und werden direkt in die Gepflogenheit des Platzes eingewiesen. Unser Fahrzeug ist auch unter stetiger Aufsicht, vor allem, wenn wir unterwegs sind, da der Tagesablauf unserer betagten Freunde einer strengen Routine folgt. 1. Aufstehen und ab in die Dusche 2. Ausgiebiges Frühstück mit weich gekochten Eiern 3. Heimatradio hören 4. Sonnenliegen herausstellen 5. In die Sonne legen 6. Bierchen 7. Mittag 8. Sonnenliege 9. Sprung ins Meer 10. Sonnenliege 11. Bierchen 12. Grill 13. Noch mehr Bier…Meine Vermutung ist, dass sich so manch einer am Tage teilweise nicht weiter als 50 Meter von seinem Camper wegbewegt.

Klettern in Paklenica

Wir hingegen wollen nicht mit dem Sonnenliegen, die wir nicht haben, verschmelzen, sondern es drängt uns in den Nationalpark Paklenica, der sich im Velebit-Gebirgsmassiv nordöstlich von Zadar an der kroatischen Adria befindet. Aus dem Kroatischen übersetzt sich «Pakle» zu Hölle. Paklenica könnte dabei eine Art Verniedlichung zur «kleinen Hölle» sein. Dies kommt nicht von nirgendwo, denn die Paklenica-Schlucht ist umgeben von rauen und mehrere Hundertmeter hohen steilen Karstfelsen, die mit Höhlen durchzogen sind und womöglich ein Tor zur Hölle sein könnten. Was für den einen ein Schrecken ist, ist für den anderen ein Segen. Denn in dieser Schlucht ist ein wunderschönes und vor allem riesiges Klettergebiet mit über 400 Routen in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden entstanden. Wir haben zum Glück unser Equipment dabei und lösen entsprechend für drei Tage unsere Parkeintritte und mischen uns unter die zahlreichen Familien, Wanderer und Kletter-Cracks.

Climber’s Paradise

Trailrun durch den Nationalpark

Der Park bietet jedoch nicht nur das teilweise überfüllte Klettergebiet, sondern auch über 150 km markierte Wanderwege. Daher entscheiden wir uns zu Fuss bzw. im Laufschritt einen Trailrun zu machen und sind gespannt, ob wir auf unserer Erkundungstour vielleicht sogar auf Braunbären, Luchse oder Wölfe treffen werden! Ich nehme es vorweg, wir hatten Glück oder Unglück, aber bis auf einen furchteinflössende Kreuzotter und einem Adler, der weit über uns kreiste, zeigte sich keine Fauna. Erstaunlicherweise war abseits des Parkeingangs auch sehr wenig bis gar nichts los und wir hatten die Wege für uns alleine. Im Abseits vom grossen Tourismus zeigte Kroatien uns ein bis dahin unbekanntes Gesicht. Ein dichter Mischwald, der für die Region ungewöhnlich hoch gewachsen ist und hier uns da unbekannte Blumen versteckte. Im Velebit gibt es auch einige Berghütten, die bei längeren Touren Logis bieten. Auf Wasserquellen trifft man auch immer wieder, so dass man bei der Affenhitze nicht kübelweise Wasser mitschleppen muss, sondern der Leichtigkeit des Seins frönen kann.

Run to the hills 🙂

Biken durch das Velebit

Nach drei Tage im Park tuen uns die Finger und/oder Füsse weh und wir entscheiden uns mehr vom Velebit mit unseren Bikes zu erkunden. Hier ist kein Parkeintritt notwendig und wir folgen einer asphaltierten Strasse Richtung Veliko Rujno bergauf. Je höher wir kommen, desto angenehmer wird die Temperatur dank Meeresbrise. Die Naturlandschaft um uns herum wird auch zunehmend grüner und verliert seine Schroffheit an eine belebtere Flora. Die Aussicht über Velebit ist phantastisch und auch die Insel Pag zeigt aus der Höhe ein neues Gesicht von Kroatien. Als wir das Rujno erreichen wird der Himmel über uns jedoch immer dunkler und wir ahnen nichts Gutes. Daher machen wir kurzer Hand kehrt und rollen zurück in die Wärme, wo die Badegäste unbesonnen weiter sonnen.

Ein Päusschen muss man sich beim Biken doch noch gönnen…

Die Heimreise treten wir nicht auf direktem Wege an, sondern gönnen uns einen Umweg über die Insel Pag, um doch noch einen Tag am Strand in der Nähe von Lun zu faulenzen. Mit der Fähre geht dann wieder zurück ans Festland und uns bleibt nur übrig zurück zu blicken. Dabei schwärmen wir schon von einer nächsten Reisen bei der wir noch weiter fahren werden, um den wilden Balkan zu erkunden.

Good-bye Croatia!

Weekender – Freizeiteldorado im Glarus

Es ist wieder soweit, Wochenende oder besser gesagt: Zeit für einen Weekender.

Bei dem Frühlingseinbruch im Spätwinter, kommen die Erinnerungen an den längst vergangenen Herbst. Mir brummte der Kopf von der Arbeitswoche im Büro und das Kellerkind Alex musste auch mal wieder an die frische Luft. Wie der Zufall es will, war auch endlich die Heckküche für unseren Go-Outdoor fertig geworden. Der ideale Zeitpunkt also den Dachzeltcamper etwas auszuführen. Bei so vielen schönen Orten in der Schweiz hat man lediglich die Qual der Wahl, wohin es gehen soll. Wir zumindest redeten schon seit Wochen über den Klausenpass, der den Glarus von den Urkantonen trennt. Also nichts wie hin, bevor Frau Holle ihn für sich beansprucht!

Der Urner Boden ist ein atemberaubendes Naturspektakel für sich.

Morgenstund hat gold im Mund

Da wir am Freitag noch bis in die Nacht in der Werkstatt gewerkelt haben, brechen wir zu unserem Weekender zu einer unmenschlichen Zeit um 5 Uhr morgens auf. Die Straßen sind leer und nur der Sternenhimmel funkelt uns von oben an. Die ersten Kurven des Klausenpasses meistern wir in Dunkelheit. Doch sobald wir Unterschächen passieren, hellt sich der Horizont auf und die Umrisse der imposanten Berglandschaft geben sich zu erkennen. Als wir die Klausenpasshöhe erreichen, schlafen die Welt und vor allem ein paar Camper noch und wir rollen gemütlich Richtung Linthal weiter.

Der Hexenwald hält für Gross und Klein noch viele Überraschung parat

Freizeiteldorado Braunwald

Braunwald ist eine kleine Enklave im Glarus, die hoch über dem Tal (so gut wie) autofrei funktioniert. Die Infrastruktur ist für Camper auch ideal, da man direkt am Bahnhof legal stehen darf und lediglich in die Standseilbahn stolpern muss. Wir haben sowohl unsere Gleitschirme als auch das Klettersteigset gepackt, wobei wir das erstere vermutlich an der Bergstation Gumen deponieren wollen. Die Kombibahn fährt um die Uhrzeit noch nicht und der Erlebnispfad bergauf ist uns sowieso lieber. Somit trotten wir in einer besinnlichen Stille den ebenfalls für Mountainbiker freigegebenen Wanderweg Richtung Berg und geniessen den spürbaren Moment, wenn man aus dem Schattten in die Fast-Wintersonne aufsteigt.

Im Glarus kann man Klettersteigen in allen Schwierigkeitsgraden

Föhn oder nicht Föhn, das ist hier die Frage

Wer in den Bergen lebt, kennt das Phänomen: Föhn. Und ich meine hier nicht das praktische Haarpflegeutensil mit 230 V-Anschluss und bestimmt 2000 W Leistung, das in einem Camper etwas Fehl am Platz wirkt. Ich meine die Wetterkonstellation, wenn es zwischen Süd- und Nordalpenseite einen Druckunterschied gibt, der je nach dem bei Südföhn z.B. zu stürmisch-heissen Winden auf der Nordseite führen kann, während der Süden in einer dunklen regnerischen Staubewölkung versinkt. Ein Indikator für Föhn ist hierbei eine Druckdifferenz von ca. 4 hPa zwischen Zürich und Lugano oder Innsbruck und Bozen. Jedoch spielen so viele andere geoklimatische Faktoren eine Rolle für die Ausprägung eines Föhn, so dass Föhn nicht gleich Föhn ist. Beim Wandern muss man sich in der Regel wenig Gedanken machen, doch ist der Föhn für Gleitschirmflieger ein natürlicher Feind. Und uns erwartete an dem wunderschönen sonnigen Tag vielleicht ein Föhn mit rund 4 hPa, aber vielleicht wird es auch nur ein leichter Südwind?

Es gibt nichts Feineres als sich einen mühsamen Abstieg zu sparen…mit dem Gleitschirm!

Zeitsprünge

Beim Zustieg zum Klettersteig Eggstöcke entdecke ich auf der Karte noch eine Biwakschachtel und frage mich: warum nicht von dort mit dem Gleitschirm starten? Kurzer Hand entscheiden wir uns die Schirme beim Klettern mitzunehmen. Kurz vor dem Einstieg in die Wand treffen wir noch drei lokale Piloten, die sich zum Start vom offiziellen Startplatz vorbereiten. Was sie denn von der Föhnprognose halten, frage ich sie. Der eine zuckt mit den Schultern und meint nur: früher wären wir nie auf die Idee gekommen bei dem Wetter ans Fliegen zu denken! Das stimmt, denke ich mir. Früher wurde unser Nachbarn in der lokalen Zeitung gefeiert, weil er kaum 20 km vom Tegelberg zum Breitenberg geflogen ist! Und jetzt? Jetzt werden Rekorde von Hunderten von Kilometern geknackt und das gefühlt im Wochentakt. Ich denke, dass sich einerseits die Technik natürlich stark weiterentwickelt hat. Andererseits steht die vernetzte Welt in einem konstanten Wettbewerb, die die Leute immer wieder an ihre Grenzen treibt. Doch ich glaube, dass wir in unserem trögen Alltag uns einfach immer wieder nach dem Nervenkitzel sehnen und entsprechend Risiken in Kauf nehmen, für den früher allein der Anblick der Zugspitze gereicht hätte.

Wir machen es uns bei dem Zusatzgewicht etwas leichter und nehmen die leichtere Steigvariante 😉

Entspannte Kraxelei mit Tödi-Blick    

Das schöne an dem Klettersteig ist, dass man entweder bei der Schwierigkeit C entspannt das Panorama geniessen kann oder sich bei knackigen D/E zum Leiteregg hochkämpfen muss. Von dort aus ist es dann auch nicht mehr weit über den Vorderen Eggstock zur Charlotte Bridge, die bei dem Tiefblick etwas für weiche Knie sorgt. Ich kriege jedoch die ganze Zeit den Föhn nicht aus dem Kopf und suche ständig nach Lenticularis am Himmel. Doch anstelle der Linsenwolken entdecke ich lediglich Gleitschirmflieger die sich an den Südflanken der Eggstockgruppe Höhenmeter um Höhenmeter erkämpfen! So wie es ausschaut: nix mit Föhn! Umso beschwingter folgen wir dem schmalen Grat zum Mittleren Eggstock und steigen geschwind zum Biwak ab. Es tummeln sich immer mehr Flieger in der Luft, was einerseits positiv ist, andererseits einem die eigenverantwortliche Entscheidung zu Fliegen nicht abnimmt. Wir entscheiden jedoch, dass die Luft mehr als freundlich ist und ersparen uns einen langen Abstieg ins Tal.

Die letzten Sonnenstrahlen eines Tages zu geniessen, ist ein Privileg, das wir zu selten schätzen

Berglistüber und Signalstock-Arena

Die Campingplätze sind saisonal und Pandemie-bedingt im Linthal geschlossen, also entschliessen wir uns kurzer Hand für den Urnerboden. Unterwegs besichtigten wir einen imposanten Wasserfall, der wohl zu Urzeiten eine Höhle in den Stein gehöhlt hat. Am Urnerboden platzieren wir uns dann strategisch, um die Sonne so lange wie möglich zu genießen und starten mit dem Kochen. In den Mägen grummelt es schon. Das Besondere am Go-Outdoor ist, dass sich das Leben tatsächlich Outdoor abspielt. Unsere Campernachbarn verkriechen sich in den Campern, sobald die Sonne nicht mehr für wohlige Wärme sorgt. Wir hingegen ziehen uns einfach eine weitere Schicht Klamotten an und geniessen die frische kalte Luft. Draussen wird gekocht, draussen wir gegessen und draussen wird dann auch das Glässchen Wein genossen. Das nächste Mal jedoch kaufen wir Brennholz, denn nasses Treibholz brennt bekanntlich nicht gut.

Im Glarus verstecken sich immer noch ein paar Schmankerl für die Sinne und die Augen

Weekender im Glarus – the joy of minimalism

Die Nacht im Dachzelt war kalt. Erst als die ganze warme Luft, die im Laufe des Tages die Berge entlang aufgestiegen ist, wieder ins Tal rutschte, wurde es fast angenehm kühl. Morgens muss man halt im Winter das Teekochen mit Frühsport verbinden, doch dabei den Sonnenuntergang am Urnerboden zu beobachten, bleibt einfach unbezahlbar. Wir sind viel mit dem Camper unterwegs und immer ist ein Gepacke und Geraffel, wenn man mal ehrlich ist. Der Weekend-Trip zum Glarus jedoch hat mir wieder gezeigt, wie wenig es eigentlich braucht, um ein Abenteuer zu erleben und worauf es mir zumindest ankommt: Ich will der Neugierde und Lebenslust hinterher fahren und das geht auch Dachzeltnomade. Tipps und Tricks für Campinganfänger findet ihr übrigens hier!

Eine gute, aber verdammt kalte Nacht war´s!!

Weekender – Winterflucht zum Lago Maggiore

Ein Wochenendekurztrip nach Süden

Wenn der Nebel tagelang tief im Tal hängt und man sich nur noch vage an dieses helle Ding am Himmel, genau Sonne, erinnert. Dann ist es Zeit die Seiten zu wechseln. Und zwar von der im Winter oft düsteren Alpennordseite nach Süden. Je näher der Winter rückt, desto früher hockt man im Dunkeln. Immerhin macht es dann keinen Unterschied mehr ob man früh oder spät ankommt. Ausschauen tut’s gleich.

Das Riesenrad am Lago: mit Abstand zusammen am Rad drehen..

Weekender

Freitag, 16 Uhr. Ich schmeisse ein paar Klamotten in den Rucksack, während Alex die Velos auf den Fahrradgepäckräger hieft. Danach fehlen uns nur noch die Helme und jeweils ein Klettersteigset. Nach einem kurzen Blick in den Kühlschrank ist ein Abendsnack auch verstaut. Den Rest kaufen wir unterwegs oder gönnen uns besser gesagt lieber eine Pizza. Für uns geht es nämlich nach Italien. Unweit der Schweizer Grenze nach Verbania am Lago Maggiore.

Corona mit Hindernissen

Der Lago Maggiore bietet in der Regel zu jeder Jahreszeit ausreichend Campingplätze. Das Jahr 2020 jedoch bildet eine Ausnahme zur Regel, denn wie wir wissen, war alles anders. Somit hatten alle Campingplätze geschlossen und wir mussten uns anderweitig weiterhelfen. Ein gemütliches Plätzchen findet sich nämlich überall und mit dem Camper ist man zum Glück auch ziemlich autark. Die erste Nacht verbrachten wir auf einem kleinen Wanderparkplatz, die zweite Nacht recht zentral in Intra auf einem grossen öffentlichen Parkplatz in Flussnähe.

Abendspaziergang in Intra

On the road

Am Vierwaldstätter See nieselt es bei 6 °C ins Grau. Die feuchte Kälte kriecht einem bis in die Knochen. Im Auto wird es schnell warm und sobald wir auf der Autobahn sind, fangen die Ferien an. Das Unterwegs Sein mit einem eher vagen Ziel, das sich jederzeit nach Lust und Laune oder wegen sonstigen Überraschungen ändern kann, gehört zum Abenteuer dazu. Der Gotthardpass ist schon eingewintert, aber der Gotthardtunnel lässt uns staufrei passieren. Kaum spuckt uns die Röhre auf der Südseite raus, springt das Thermometer auf 15 ° C. So soll es sein.

Weg von der Hektik

Die Woche ist meistens hektisch. Um 5 Uhr klingelt der Wecker. Schnell in die Laufklamotten geschlüpft, um endlich etwas für die Ausdauer zu tun. Für ein Frühstück ist nach dem Duschen auch keine Zeit mehr, da muss die Banane wohl reichen. Mit knurrendem Magen sprintet man zur Arbeit, die erste Sitzung hat es gleich in sich und zum Mittagessen entspannen ist auch nicht drin. Nach der Arbeit geht es dann noch schnell zum Einkaufen, Wäschewaschen ist auch längst überfällig und dann ruft noch die Schwiegermutter (im übertragenen Sinne) an. Wenn ich dann um 21 Uhr zum Sitzen kommen, dann können mich meistens die Hunde holen.

Aus dem Süden zieht neues Wetter rein, doch der Kopf ist nach einer kleinen Kraxeltour glasklar.

Langsam in die Gänge kommen

Nachdem wir es uns abends noch mit einem Glässchen Wein gemütlich gemacht haben, stellen wir uns am am Samstag bewusst keinen Wecker. Einmal die Woche ausschlafen muss sein. Außerdem ist es morgens ohne Sonne noch bitterkalt, da will man sich eh noch nicht aufs Velo hocken. Langsam kommen wir dann aber doch in die Gänge und genießen erstmal eine Tasse Tee, bevor wir zu einem morgendlichen Spaziergang zu einer alten Römerbrücke aufbrechen.

Die alte Römerbrücke mit vielen Wasserfällen lässt uns staunen

Mozzarella, Pomodoro e Pane

Nach einem kurzen Einkauf geht es für uns erstmal an die Promenade. So viel zum Thema Winterflucht. Parken geht direkt am Wasser und bei herbstlich warmen Temperaturen kann man ein ausgiebiges Frühstück durchaus geniessen. Das nenne ich Entschleunigung. In der Ferne sehen wir schneebedeckte Gipfel, während es ein Entenpaar hinter uns auf der Wiese ein Sonnenband geniesst. Der Abwasch ist schnell erledigt und wir kurven zum nahegelegenen Wanderparkplatz.

Verspätetes Frühstück am See. Man gönnt sich ja sonst nix.

Mountainbike und Gourmet Schmankerl

Unser Ziel ist der Hausberg von Verbania: Monte Rosso. Für Mountainbikefahrer sowie für den Rennradsattel führt eine gemütliche Strasse den Berg hinauf. Wir laden unsere alten Esel also vom Fahrradgepäckträger und rollen Richtung Berg. Wir treffen auch immer wieder Wanderer, die über einen steileren Weg die Serpentinen queren. In der Sonne wird es sommerlich warm und kurze Hose mit Tanktop ist angesagt. Es geht durch einen wunderschönen lichten Laubwald, wo ein Baum mit dem anderen um die Wette strahlt. Nach knapp 550 Höhenmetern ist dann unser Ziel erreicht und wir gönnen uns in der Antica Osteria einen wohlverdienten Spritz mit Häppchen. Die Aussicht ist phänomenal, Sommerfeeling macht sich breit und eine Familie, die mit dem Hubschrauber zum Lunch anreist, sorgt für gute Unterhaltung.

Belohnung für den Aufstieg ist nicht immer nur der Trail ins Tal 🙂

Klettern und Wandern über Spuren der Picassas

Am nächsten Morgen wechseln wir die Uferseite und holen die Klettersteigsets aus dem Schrank. Vor uns zieht auch schon Trupp Richtung Monte Camoscio los, wo uns die Via Ferrata dei Picassas erwartet. So wurden die historische Steinhauer genannt, die hier beim Marmorbruch mit rudimentären Mitteln den wertvollen Stein geschlagen haben. Der Klettersteig selbst bietet spassige Action für gross und klein, da man die Wahl hat zwischen einem leichten B/C-Steig oder der rassigen D/E-Variation. Und die hat es in sich. Wir wählen die Herausforderung und klettern mit einer Panoramasicht zum See, die jede kleine Schweissperle wert ist. Am Gipfel treffen wir dann auf Wanderer, die zu Fuss das schöne Gebiet erkunden und machen uns auf den Weg Richtung Tal.

Ein kleiner Kultur-Klettersteig nach dem die Oberarme schwer sind

Weekender – Ferienzeit und das jedes Wochenende

Bevor wir uns auf den Heimweg machen, gibt es noch eine schmackhafte Piadine, damit der Magen nicht knurrt. So kurz ein Wochenende auf den ersten Blick auch erscheinen mag, so fühlt man sich nach einem Weekender erholt wie nach einer Woche Ferien. Die Flexibilität und Freiheit mit einem Camper ermöglicht es auch der Sonne hinter her zu fahren, so dass kein Abenteuer mehr ins Wasser fällt und jede Winterflucht mit Erfolg gekrönt ist.

Nicht weit entfernt und doch eine ganz andere Welt.